​​Eintracht Frankfurt blickt auf eine erfolgreiche Saison zurück. Nicht nur in sportlicher, sondern auch in finanzieller Hinsicht können die Verantwortlichen vollends zufrieden sein. Dank des DFB-Pokal-Triumphes gehen die Hessen in der kommenden Spielzeit in der Europa League an den Start und dürfen sich über Millionen-Einnahmen freuen. Aufsichtsratsvorsitzender Wolfgang Steubing formuliert dennoch bescheidene Ziele. 


Im Interview mit der Frankfurter Allgemeinen legte Steubing die finanzielle Situation der Eintracht ausführlich dar. "Wir sind im Ranking der TV-Einnahmen um vier Plätze nach vorne gerückt und werden bei 60 Millionen Euro liegen", erklärte der 68-Jährige. Durch "etliche Marketing- und Sponsoring-Maßnahmen sowie den Gewinn des DFB-Pokals" sei es zudem gelungen, dass Eigenkapital kräftig zu erhöhen. 


"28 Millionen Euro Eigenkapital sind eine Hausnummer", stellte Steubing klar. Dank der gestiegenen Einnahmen werde man in der nächsten Saison erstmals die 150-Millionen-Umsatzgrenze durchbrechen. "Wir sind sicher einer der gesündesten Vereine der Bundesliga", betonte der Aufsichtsratschef. 

Die Europa League sei für den Verein eine "große Herausforderung", an der in den letzten Jahren so mancher Klub gescheitert sei. "Im Erfolg kann man die größten Fehler begehen – und wir haben viele Entscheidungen zu treffen", erklärte Steubing. Dank der Millionen-Einnahmen habe man jetzt mehr Möglichkeiten, um Lösungen zu finden. 


"Es muss auch keiner mehr verkauft werden, um investieren zu können", so der 68-Jährige, der auch zukünftig am eingeschlagenen Weg festhalten will: "Wir wollen keine Abkürzungen auf dem Weg nach oben nehmen, wir wollen weiter langsam und kontinuierlich wachsen und dabei auch die Rahmenbedingungen und die Infrastruktur verbessern." 

Bayern Muenchen v Eintracht Frankfurt - DFB Cup Final

David Abraham (l.) und Marco Russ bejubeln den DFB-Pokal-Gewinn


An den Zielen für die kommende Saison habe sich im Wesentlichen nichts geändert. "Nichts mit dem Abstiegskampf zu tun haben und vielleicht einen etwas ansehnlicheren Fußball spielen. Das wäre schon ganz gut", sagte der Aufsichtsratschef. Der Pokalsieg sei nicht "die Plattform für einen Angriff auf Platz fünf", sondern vielmehr eine Bestätigung für die geleistete Arbeit in den letzten zwei Jahren.