Alexander Jobst bleibt langfristig für die Vermarktung des FC Schalke verantwortlich. Im Rahmen der Jahreshauptversammlung gaben die Knappen die Vertragsverlängerung mit dem Finanzvorstand bekannt. Dessen Zahlen lesen sich beeindruckend.


Seit sieben Jahren ist Alexander Jobst als Vorstandsmitglied des ​FC Schalke 04 für die Finanzen und das Marketing zuständig. Es hat sich viel getan, seit der 44-Jährige bei Königsblau das Sagen hat: Der Marktwert des aktuellen Vizemeisters stieg im Vergleich zu Jobst Amtsantritt 2011 von 95 auf 315 Millionen Euro. In der Tabelle der wertvollsten Fußballmarken der Welt kletterten die Knappen in diesem Zeitraum auf den 15. Platz. Und in seiner Kernkompetenz im Marketing wurden die Einnahmen für die kommende Saison auf 96 Millionen Euro erhöht - eine Steigerung um über acht Millionen Euro.


"Der Europa-League-Sieger und in jüngerer Zeit zweimalige Champions-League-Finalist Atletico Madrid steht bei gerade mal 70 Millionen Euro im Jahr", meinte Jobst bei der ​Jahreshauptversammlung am Sonntag stolz. Kein Wunder, dass sich Schalkes Aufsichtsrat einstimmig für eine langfristige Vertragsverlängerung mit Jobst ausgesprochen hat. Bis 2024 läuft das neue Arbeitspapier des ehemaligen "Head of International Development" von Real Madrid.

"Alexander Jobst leistet seit Jahren sehr gute Arbeit für unseren Verein. Wir wissen von seiner Reputation im internationalen Fußballgeschäft. Seine langfristige Bindung zum Verein freut mich sehr, um die großen Herausforderungen in der Vermarktung für die Zukunft von Schalke 04 mit seiner Kompetenz erfolgreich zu meistern“, sagte Aufsichtsratsboss Clemens Tönnies. 


Schalke muss immer unabhängig bleiben


Als die weitere Zusammenarbeit mit Jobst bekanntgegeben wurde, hatte der schon zu den Mitgliedern gesprochen. In seiner flammenden Rede zeigte er sich begeistert über "eine tolle Saison". Noch nie habe es ihn "so gepackt, so gerüttelt und geschüttelt. Hier entwickelt sich was! Etwas Außergewöhnliches, etwas Großartiges - die Rückkehr der Leidenschaft. Danke an Domenico Tedesco und das gesamte Team", schwärmte Jobst.


Das Ziel auf Schalke müsse es sein, dauerhaft den europäischen Top-Klubs anzugehören. Sportlicher Erfolg, Wachstum, Effizienz, Digitalisierung und die Schalker Identität seien dafür unerlässlich. Bei all dem Streben nach sportlichem und wirtschaftlichem Erfolg, "der FC Schalke 04 muss immer unabhängig bleiben. Von wem auch immer“, versicherte Jobst. "Es geht im Kern immer um den Fußball. Um das Spiel, das wir alle so sehr lieben“, hielt der 44-Jährige weiter fest. Das solle heißen: "Ja, wir verändern uns, aber wir bleiben uns treu.“

Bei der internationalen Vermarktung hat Schalke unter Jobst bereits große Schritte gemacht. In Asien will man Königsblau als Marke aufbauen - die Kooperation mit dem chinesischen Erstligisten Hebei Fortune sei ein Meilenstein. "Dieser Vertrag zur Nachwuchsförderung garantiert uns in China drei Effekte: Glaubwürdigkeit, Sympathie - und 30 Millionen Euro in den nächsten fünf Jahren.“ Er wolle mit dem Klub die Internationalisierung konsequent vorantreiben. "Und wenn wir etwas tun, dann richtig. Wenn also China, dann richtig“, gab sich Jobst entschlossen.