Rein aus nervlicher Sicht ist der Wechsel von Renato Sanches zum FC Bayern nach wie vor eine einzige Katastrophe. An der Isar fehlt weiterhin der Glaube an dessen großem Durchbruch, sodass eine Ausleihe zu Benfica Lissabon wieder zum Thema wird.


Stolze 35 Millionen Euro investierte der ​FC Bayern in die Verpflichtung von Renato Sanches. Damals, es ist inzwischen schon zwei Jahre her, war der junge Portugiese gerade mal 18 Jahre alt – und sorgte mit seinen Einsätzen bei der Europameisterschaft in Frankreich für Aufsehen. An seine bisherige Zeit in München erinnert sich Sanches jedoch mitnichten gerne zurück.


Seine erste Saison an der Isar war erschreckend schwach, ihn plagten vor allen Dingen Heimwehgefühle. Eine Leihe zu Swansea City, die den Bayern immerhin 8,5 Millionen Euro einspielte, sollte Abhilfe verschaffen. Doch auch in der Premier League waren Sanches‘ Auftritte wenig überzeugend. „Er war viel kaputter, als ich dachte, als er kam“, sagte der damals bei den Swans zuständige Paul Clement.

Chelsea v Swansea City - Premier League

Enttäuschte auch in Wales: Renato Sanches



Die Vorzeichen an der Säbener Straße haben sich keineswegs gebessert – im Gegenteil: Die Konkurrenz im Mittelfeld ist nach wie vor auf Topniveau, sodass sich laut kicker eine erneute Ausleihe abzeichnet. In München traue man Sanches auch in der kommenden Saison den Durchbruch nicht zu. Eine Meldung der A Bola​Benfica Lissabon zeige Interesse, bestätigt das deutsche Fachblatt.


Einigen sich beide Klubs in den angelaufenen Gesprächen auf die Eckdaten eines Transfers, wird Sanches für ein Jahr in seine Heimat ausgeliehen. Der Europameister von 2016 soll in gewohntem Umfeld wieder zu alter Stärke zurückfinden. Bei Benfica durchlief Sanches sämtliche Jugendstationen und kommt für den portugiesischen Hauptstadtklub insgesamt auf 35 Einsätze für die Profis.