​Bis zum Juni 2019 ist der Österreicher Marco Friedl noch vom ​FC Bayern München an ​Werder Bremen ausgeliehen. Ende Januar 2018 entschieden die Verantwortlichen in München, den 20-jährigen Österreicher, der nur zu oft mit David Alaba verglichen wird, Erfahrungen an der Weser sammeln zu lassen. Seitdem kam Friedl beim SV Werder zu neun Einsätzen in der Bundesliga. Nun sprach er im Interview über diverse Themen und äußerte sich auch zu seinen Ambitionen in Bremen, wie MeinWerder berichtet.


Jupp Heynckes war es, der dem Österreicher sein Bundesliga-Debüt bescherte und auch dafür verantwortlich war, dass Friedl in der UEFA Champions League zum ersten Mal zum Einsatz kam. Für den Linksverteidiger ein absolutes Karriere-Highlight, das der österreichische U21-Nationalspieler nicht so schnell vergessen wird. Nun soll es ihm in Bremen gelingen, Spielpraxis zu erlangen, um im kommenden Sommer an die Säbener Straße zurückzukehren. Dabei ist auch die Konkurrenz bei Werder groß, denn mit Ludwig Augustinsson ist einer der "besten Linksverteidiger der Bundesliga", wie Friedl selbst meint, in der Hierarchie vor ihm gesetzt.

SV Werder Bremen v FC Bayern Muenchen - Bundesliga

Hat mit Augustinsson bei Werder starke Konkurrenz. Marco Friedl will dennoch Stammspieler werden.



"Natürlich ist 'Ludde' ein sehr, sehr guter Linksverteidiger – sicher einer der besten in der Bundesliga. Aber ich will mein Ziel trotzdem erreichen. Jeder junge Spieler hat doch das Ziel, Stammspieler in der Bundesliga zu werden." Noch konkreter wurde die Bayern-Leihgabe, als die Frage nach den Zielen gestellt wurde. Das Mannschaftsziel sei es demnach, einen einstelligen Tabellenplatz zu erreichen, während Friedl seine Stammspieler-Ambitionen an der Weser unterstrich. "Mit der Mannschaft wollen wir einen einstelligen Tabellenplatz erreichen und nichts mit dem Abstieg zu tun. Und ich selbst will Stammspieler werden. Dafür werde ich hart arbeiten", so das Bekenntnis des jungen Talents.

RSC Anderlecht v Bayern Muenchen - UEFA Champions League

Trotz Freundschaft mit Landsmann Alaba: Vergleiche zwischen beiden Spielern findet Friedl unangebracht.



Ob er im nächsten Jahr als Stammspieler zum FC Bayern zurückkehren wird? Diesbezüglich konnte oder wollte sich Werders Nummer 32 nicht festlegen. "Ich probiere, meine Leistung zu bringen und so viele Spiele wie möglich zu machen. Und dann werden wir schauen, was in einem Jahr passiert. Das ist im Fußball schwierig zu sagen." Weiterhin gestand er, dass ihn die Vergleiche mit Landsmann und Freund Alaba zunehmend nerven, schließlich sei Alaba bereits ein gestandener erfolgreicher Profi, während Friedl noch am Anfang seiner Karriere stehe. Es bleibt abzuwarten, welchen Verlauf die Karriere von Friedl künftig nehmen wird.