Manuel Neuer ist wieder da! Erstmals seit einem Dreivierteljahr schnürte der Torhüter in einem Pflichtspiel die Fußballschuhe. Sein letzter Länderspiel-Einsatz lag gar fast zwei Jahre zurück. Von Unsicherheiten gab es bei ihm aber nur kleinere Spuren.


​Im Testspiel gegen die österreichische Nationalmannschaft (1:2) zeigte Manuel Neuer sehr starke Paraden gegen die beiden Ex-Bremer Florian Grillitsch, der jetzt bei der TSG Hoffenheim spielt (32. Minute), und Marko Arnautovic, der für West Ham United aufläuft (55.). "Das war ein sehr zufriedenstellendes Comeback. Er hat in einigen Situationen sehr gut reagiert, er war reaktionsschnell. Man hat ihm die Pause nicht angemerkt", erklärte Bundestrainer Joachim Löw nach der Partie


Und tatsächlich wirkte es so, als wäre der 32-Jährige nie weg gewesen. Ruhig und mit einer guten Ausstrahlung konnte der Kapitän seine Mannschaft leiten, ihm unterliefen lediglich ein paar Fehler beim Passspiel. Die schlussendliche Niederlage konnte der Torhüter nicht wirklich verantworten. Die Leistungen der Feldspieler waren bestenfalls ausreichend, Neuer war nach seiner Verletzung der beste Mann auf dem Platz. 

Neuer wird nun wahrscheinlich auch zur Weltmeisterschaft nach Russland fahren, eine finale Entscheidung möchte Löw am heutigen Sonntag treffen. Mittelfeldspieler Sami Khedira verdeutlichte nach dem Spiel zudem, dass er in Neuer die Nummer 1 sieht: "Ich habe Manu in den letzten zehn Tagen beobachten können. Mein persönlicher Eindruck ist: Er ist topfit."


Am Montag gibt Löw seinen endgültigen Kader bekannt. Wenn Neuer dabei sein sollte, müssten entweder Bernd Leno oder Kevin Trapp das Quartier der DFB-Elf verlassen. Marc-Andre ter Stegen wird sich trotz einer überragenden individuellen Saison mit dem Bank-Platz begnügen.