Die Zukunft von Max Kruse beschäftigt die Fans des ​SV Werder Bremen seit Wochen. Gespräche über eine Vertragsverlängerung waren bislang noch nicht zielführend, zudem tauchten Gerüchte über einen Abschied im Sommer auf. Geschäftsführer Frank Baumann redet mittlerweile nur noch ungern über den 30-Jährigen, versuchte aber erneut zu beschwichtigen und schloss einen Transfer nahezu aus.


Seit April wird darüber berichtet, ​dass Max Kruse seinen Vertrag bei Werder Bremen zunächst nicht verlängern wird. Der Angreifer steht noch bis 2019 unter Vertrag, zu lange scheint er sich jedoch nicht an seinen Jugendverein binden zu wollen. In den vergangenen Tagen folgte zusätzlicher Zündstoff, ​als die Sport Bild meldete, ​dass Kruse den Verein bei einem Angebot eines Top-Vereins verlassen wolle.  


Frank Baumann will von solchen Spekulationen allerdings nichts wissen und bemühte sich daher, das Thema nicht überkochen zu lassen: "Da wird mal wieder aus wenig sehr viel gemacht", so der 42-Jährige laut Deichstube. Wie das Portal weiter berichtet, wolle Kruse ohnehin nicht im Sommer wechseln, viel mehr wolle er in der kommenden Saison noch mehr Verantwortung übernehmen als ohnehin schon. Ein Indiz dafür seien Überlegungen seitens Trainer Florian Kohfeldt, der den Angreifer nach dem Abgang von Zlatko Junuzovic zum neuen Mannschaftskapitän ernennen wolle.

Hinzu kommt der ​Transfer von Martin Harnik. Beide spielten bereits in der Jugend für Werder, der Kontakt zwischen den beiden Freunden ist nie abgerissen. ​Bereits bei seiner Ankunft freute sich Harnik speziell auf Kruse, mit dem er unbedingt gemeinsam in der Bundesliga auf dem Platz stehen wolle. Schon beim ersten Kontakt im Winter sei dieser involviert gewesen - weshalb sollte er den Verein dann verlassen?


Kurzfristig sieht der 30-Jährige seine Zukunft in Bremen, alles über 2019 hinaus lässt er sich jedoch offen. Bislang war Kruse ohnehin niemand, der sich lange bei einem Verein aufhielt. Von 2007 bis 2009 spielte er erstmals für Werder, ehe er bis 2012 für den FC St. Pauli auflief. Nach zwei Jahren beim SC Freiburg und bei Borussia Mönchengladbach zog es ihn für ein Jahr zum VfL Wolfsburg, ehe er an die Weser zurückkehrte. 


Trotz allem will Baumann die Hoffnung auf eine Vertragsverlängerung nicht aufgeben, jedoch verfällt er auch nicht in Eile. Man befinde sich  "weiterhin in Gesprächen. Zum aktuellen Stand werde ich aber keine Aussage machen."