Mateo Kovacic gehört im Starensemble von ​Real Madrid zur zweiten Garde und hat gegen Luka Modric, Toni Kroos und Casemiro kaum eine Gelegenheit, sich auf Dauer einen Stammplatz zu erspielen. Wie Goal berichtet, ächzt der Kroate nach einer erneut enttäuschenden Saison nach mehr Spielzeit und zieht daher einen Wechsel in Erwägung.


Zunächst sorgten ​Cristiano Ronaldo und Gareth Bale mit verhaltenden Aussagen über ihre Zukunft für Redebedarf, und nun liebäugelt auch Mateo Kovacic mit einem Abgang aus Madrid. Der 24-Jährige wechselte vor drei Jahren von ​Inter Mailand in die spanische Hauptstadt und absolvierte zwar insgesamt 109 Pflichtspiele für die Königlichen, stand dabei allerdings nur selten in der Startelf und wird immer wieder als Joker in die Partie eingewechselt.


Allein in dieser Saison stehen trotz 21 Einsätzen in der Primera Division nur 988 Einsatzminuten zu Buche. Zum Vergleich: Linksverteidiger Theo Hernandez kam nur 13 Mal zum Zug, verbrachte jedoch nur 26 Minuten weniger auf dem Feld. Kovacic sammelt überwiegend Kurzeinsätze, spielte nur vier Mal über 90 Minuten durch und scheint daher bereit, einen Schritt zurück zu wagen und den seit 2016 amtierenden Champions-League-Sieger im Sommer zu verlassen.

Leganes v Real Madrid - Spanish Copa del Rey

  Meist nur Bankdrücker: Mateo Kovacic


"Ich glaube, dass ich mehr spielen werde. Entweder bei Real oder woanders", sagte der kroatische Nationalspieler laut Goal. Kovacic wird unter anderem mit Juventus Turin, Tottenham Hotspur und Manchester United in Verbindung gebracht, kommentieren wollte er dies jedoch nicht: "Ich stehe bei Real unter Vertrag und will nur ungerne über andere Vereine reden."


Zidane-Rücktritt ein "Schock"


Hoffnungen bestehen möglicherweise nach dem überraschenden ​Rücktritt von Zinedine Zidane, ähnlich wie im Fall ​Gareth Bale. Der Waliser galt eigentlich als sicherer Streichkandidat im Sommer, doch nun peilt Real offenbar eine Vertragsverlängerung an. Über solch ein ähnliches Szenario wollte Kovacic, dessen Vertrag ohnehin noch bis 2021 läuft, nicht reden, doch auch an ihm ging der Abgang des Trainers nicht spurlos vorbei: "Sein Rücktritt hat uns überrascht. Wir haben es nicht kommen sehen, aber es ist seine Entscheidung. Er war ein Gentleman als ein Spieler und auch als Trainer."


"Es war ein Schock", fügte er an. In der kommenden Saison wolle man sich nun daran messen lassen, ob man einen ähnlichen Erfolg wie unter Zidane auch mit einem anderen Trainer schaffen kann. Ob dies ein Hinweis auf einen Verbleib ist, ist allerdings nicht klar. Allerdings wird sich nach der Weltmeisterschaft zeigen, ob Mateo Kovacic bei Real bleiben oder sich einem neuen Verein anschließen wird.