BIELEFELD, GERMANY - FEBRUARY 05: Steven Skrzybski (R) of Berlin and Florian Dick of Bielefeld fight for the ball during the Second Bundesliga match between DSC Arminia Bielefeld and 1. FC Union Berlin at Schueco Arena on February 5, 2018 in Bielefeld, Germany. (Photo by Thomas Starke/Bongarts/Getty Images)

Unter dem Radar: Diese 9 Bundesliga-Neuzugänge hat noch niemand auf dem Schirm

In diesen Tagen steht die anstehende Weltmeisterschaft im Vordergrund, doch hinter den Kulissen basteln sämtliche Vereine am Kader für die kommende Saison, deren Vorbereitung in etwa einem Monat beginnen wird. Beleuchtet werden überwiegend Transfers, bei denen große Geldbeträge über die Bühne gehen, doch es gibt auch den ein oder anderen Neuzugang, der relativ wenig kostet und trotzdem einen großen Einfluss auf die Mannschaft haben kann. Im Folgenden präsentieren wir zehn Bundesligaspieler, mit denen bislang nur wenige rechnen - die in Zukunft allerdings eine tragende Rolle spielen könnten.

1. Florian Neuhaus (Borussia Mönchengladbach)

Im vergangenen Jahr wechselte Florian Neuhaus ablösefrei von 1860 München zu Borussia Mönchengladbach und wurde umgehend an Fortuna Düsseldorf verliehen, um Spielpraxis zu sammeln. Der 21-Jährige bekam diese zu Genüge und absolvierte insgesamt 29 Partien, in denen er im zentralen Mittelfeld sechs Tore erzielte und weitere drei Assists lieferte.


Bereits vor einigen Monaten stellte Eberl klar, dass Neuhaus auf jeden Fall zur Borussia zurückkehren werde, um den Kader zu verstärken. Der Konkurrenzkampf mit Kramer, Zakaria und Cuisance ist groß, doch sein Potenzial konnte Neuhaus auch in der vergangenen Saison mehrfach andeuten und wird mit viel Selbstvertrauen in die neue Saison gehen.

2. Steven Skrzybski (FC Schalke 04)

Auf dem ersten Blick mag die Verpflichtung von Steven Skrzybski ein wenig überraschend wirken, doch der künftige Spieler des FC Schalke 04 hat in der abgelaufenen Zweitliga-Saison für Furore gesorgt. Das Eigengewächs von Union Berlin lief für die Köpenicker insgesamt 143 Mal auf und erzielte 30 Tore - 14 davon allein in den vergangenen Monaten.


Skrzybski, der eigenen Angaben zufolge von Kindesbeinen an S04-Fan ist, ist auf beiden Außenbahnen sowie im Zentrum einsetzbar und passt daher in das System von Domenico Tedesco, der sein Spiel somit noch variabler gestalten kann und nach dem Abgang von Marko Pjaca einen passenden Ersatz gefunden hat. Besonders beim 1. FC Nürnberg bedienten sich die Knappen in der Vergangenheit und verpflichteten in Alessandro Schöpf und Guido Burgstaller etablierte Spieler - Skrzybski, der nur 3,5 Millionen Euro kostet, hat ebenfalls das Potenzial, sich auf Dauer auf Schalke durchzusetzen.

3. Takashi Usami (FC Augsburg)

Vor einigen Jahren galt Takashi Usami in seiner japanischen Heimat als großes Talent, weshalb Bayern München auf den mittlerweile 26-jährigen Flügelspieler aufmerksam wurde. Doch weder beim Rekordmeister noch bei 1899 Hoffenheim konnte er sich durchsetzen, weshalb er beim FC Augsburg einen neuen Anlauf nahm.


Nach elf Einsätzen war allerdings Schluss, und Usami wurde an Fortuna Düsseldorf verliehen. In der zweiten Liga gab der Nationalspieler allerdings ein anderes Bild ab: In 29 Partien traf Usami acht Mal, zudem stehen drei Torvorlagen auf seinem Konto. In der Offensive zeigte er sich flexibel, war auf beiden Flügeln sowie als hängende Spitze einsetzbar und konnte sich somit für einen Platz im WM-Kader der japanischen Nationalmannschaft empfehlen.


Zwar ist der FC Augsburg in der Offensive mit Alfred Finnbogason, Michael Gregoritsch, Caiuby und Rückkehrer Andre Hahn gut besetzt, doch Usami könnte den Konkurrenzkampf und die Rotationsmöglichkeiten von Trainer Manuel Baum noch einmal erhöhen und eine gewichtigere Rolle spielen als in der Saison 2016/17.

4. Javairo Dilrosun (Hertha BSC Berlin)

2014 wechselte Javairo Dilrosun (r.) in die Nachwuchsabteilung von Manchester City, doch nach vier Jahren verschlägt es den 20-Jährigen zu Hertha BSC. Der niederländische Junioren-Nationalspieler ist auf der linken Außenbahn zuhause und wurde in den vergangenen Monaten mit mehreren Top-Klubs in Verbindung gebracht, entschied sich jedoch für die Hertha.


Michael Preetz hob die technischen Fähigkeiten Dilrosuns hervor, lobte zudem dessen Schnelligkeit und Spielstärke - etwas, was den Berlinern in den vergangenen Monaten fehlte. Unter der Leitung von Pal Dardai wird er die nächsten Schritte gehen können und bald möglicherweise regelmäßig in der Bundesliga spielen. 

5. Pablo Maffeo (VfB Stuttgart)

Von allen Spielern, die in dieser Liste aufgeführt werden, ist Pablo Maffeo (l.) der teuerste: Ganze zehn Millionen Euro investierte der VfB Stuttgart in den 20-jährigen Spanier, der von Manchester City ins Schwabenland wechseln wird. In der vergangenen Saison absolvierte der Rechtsverteidiger 33 Partien im Dress des FC Girona und soll vor allem die Defensive verstärken und sich einen Konkurrenzkampf mit Andreas Beck liefern, der möglicherweise auf die Bank rücken muss.

6. Joshua Brenet (TSG 1899 Hoffenheim)

Fünf Millionen Euro nimmt 1899 Hoffenheim für Joshua Brenet (r.) in die Hand. Der Niederländer verlässt damit nach sieben Jahren die PSV Eindhoven, für die er seit 2011 unter Vertrag stand und insgesamt 150 Pflichtspiele für die erste Mannschaft absolvierte. 


Der 24-Jährige ist Außenverteidiger und kann sowohl links als auch auf rechts eingesetzt werden, was ein großer Pluspunkt sein wird. Zudem besitzt Julian Nagelsmann somit mehr Rotationsmöglichkeiten, um die Belastung in den englischen Wochen, wenn man erstmals in der Champions League spielen wird, besser steuern zu können. 

7. Törles Knöll (1. FC Nürnberg)

Törles Knöll ist eine Verpflichtung für die Zukunft, deutete sein Potenzial allerdings in der abgelaufenen Saison der Regionalliga Nord voll und ganz an. In 31 Partien erzielte der 1,84 Meter große Stürmer für die zweite Mannschaft des Hamburger SV 21 Tore und war damit vereinsintern mit großem Vorsprung der beste Torschütze. Insgesamt war Knöll in 62 Einsätzen für die Hanseaten 38 Mal erfolgreich und künftig nicht mehr auf Havelse, Weiche oder Rehden sondern auch Borussia Dortmund, Bayern München oder Schalke 04 treffen.

8. Jean Zimmer (Fortuna Düsseldorf)

Beim VfB Stuttgart absolvierte Jean Zimmer lediglich 17 Spiele und wurde deshalb im vergangenen Jahr an Fortuna Düsseldorf verliehen. Bei den Rheinländern war er in der zweiten Liga eine Stammkraft und absolvierte insgesamt 31 Partien auf der rechten Seite, egal ob im Mittelfeld oder in der Verteidigung. Die Fortuna wollte sich nur ungern vom 24-Jährigen trennen und verpflichtete ihn daher fest bis 2022. Auch in der kommenden Saison dürfte er wieder regelmäßig von Anfang an auflaufen und unter Beweis stellen können, dass er gut genug für die Bundesliga ist.

9. Phillipp Mwene (1. FSV Mainz 05)

Mit dem 1. FC Kaiserslautern ist Phillipp Mwene in die dritte Liga abgestiegen, doch davon profitierte der FSV Mainz 05, der den Österreicher in der Folge ablösefrei unter Vertrag genommen hat. Der 24-Jährige wechselte erst in der Vorsaison vom VfB Stuttgart an den Betzenberg, absolvierte insgesamt 31 Partien als rechter Verteidiger sowie im rechten Mittelfeld und war an insgesamt zehn Toren direkt beteiligt (vier Tore, sechs Vorlagen). 


Sein bestes Spiel lieferte er am 34. Spieltag, als er mit zwei Toren und einem Assist die Mannschaft im Alleingang zum Sieg gegen den FC Ingolstadt führte. Nun wird er also in Mainz auflaufen und sich dort möglicherweise einen Stammplatz erspielen.