​Thorsten Lieberknecht ist seinen Job als Cheftrainer von Eintracht Braunschweig los und die zweite Bundesliga wird in der kommenden Spielzeit ohne den einstigen Bundesligisten aus Niedersachsen ausgetragen werden. Nach Platz 17 in der Zweitliga-Spielzeit 2017/18 steht bei der Eintracht ein großer Umbruch bevor. Wie über die offizielle Homepage kommuniziert wurde, verlassen gleich zehn Spieler den Klub.


Zehn Verträge liefen aus - zehn Verträge wurden nicht verlängert: Eintracht Braunschweig steht im Zuge einer Neuausrichtung in der dritten Liga vor einem großen Umbruch und macht dabei auch in puncto Personal keinen Halt. Mirko Boland, Domi Kumbela, Patrick Schönfeld, Joseph Baffo, Quirin Moll, Maximilian Sauer, Özkan Yildirim, Louis Samson, Steve Breitkreuz und Eric Verstappen. Das sind die Namen der Spieler, die sich zur kommenden Saison einen neuen Arbeitgeber suchen müssen. 

Holstein Kiel v Eintracht Braunschweig - Second Bundesliga

Sorgenvolle Miene: Marc Arnold forciert derzeit den sportlichen Umbruch bei Eintracht Braunschweig



Gerade der Abschied von Domi Kumbela wiegt schwer, stand der Stürmer doch 2008, 2010 bis 2014 und 2016 gleich drei Mal in Braunschweig unter Vertrag und erlebte mit der Eintracht die einen oder anderen Höhen und Tiefen mit. Er wurde im Statement des sportlichen Leiters Marc Arnold expliziert erwähnt. "Natürlich ist uns klar, dass gerade Bole über knapp zehn Jahre ein wichtiger Bestandteil der Eintracht-Familie sowie Identifikationsfigur war und welche Bedeutung er hat." 


In diesem Zusammenhang spricht Arnold von keinen einfachen Entscheidungen, deutete den bevorstehenden Umbruch gleichbedeutend an und dankte den erwähnten Profis. "Henrik und ich haben uns diese Entscheidung nicht leicht gemacht. Aber zur neuen Saison wird es einen großen Umbruch geben, wir wollen eine neue Mannschaft formen und haben uns deshalb nach intensiven Gesprächen zur Kaderplanung dazu entschieden, die Verträge mit den genannten Spielern nicht zu verlängern. Wir danken den Jungs für ihren Einsatz und wünschen ihnen für die Zukunft alles Gute. Mit den übrigen Spielern aus dem Kader sowie potenziellen Neuzugängen stehen wir in intensiven Verhandlungen", so die offizielle Verlautbarung.

1. FC Union Berlin - Team Presentation

"Schwerer Entschluss" - Pedersen bedauert den Abschied der vielen Stars, richtet den Blick aber zugleich in die Zukunft



Der angesprochene Henrik, Henrik Pedersen, der kommende Cheftrainer der Braunschweiger, der unter anderem als Trainer der U18 von Red Bull Salzburg und als Co-Trainer von Union Berlin Erfahrungen sammelte, sprach ebenfalls von einer schweren Entscheidung: "Es war ein schwerer Entschluss, uns von so vielen Spielern zu trennen. Ich weiß, dass auch Jungs dabei sind, die in den vergangenen Jahren Gesichter des Vereins waren und Herausragendes für die Eintracht geleistet haben", so der 40-Jährige, der den Blick zugleich voraus warf. "Aber wir haben eine klare Vorstellung, wie wir das Team in der neuen Saison sportlich ausrichten wollen und werden auch den Kader entsprechend zusammenstellen."