Gute Nachricht für die peruanischen Fußball-Fans, die Nationalmannschaft und ganz besonders für Paolo Guerrero selbst: der Angreifer, der 86-mal für sein Heimatland antrat und dabei 32 Tore erzielte, darf doch an der WM 2018 in Russland teilnehmen. Zunächst war der ehemalige Bundesliga-Star wegen einer ​Dopingsperre für 14 Monate sanktioniert worden. Von seinem Comeback in den Kreis seiner Nationalmannschaft berichtet nun unter anderem die BBC.​


Ein Schweizer Gericht entschied nun, die 14-monatige Dopingsperre von Paolo Guerrero temporär aufzuheben. Damit wird der 34-Jährige, der in der Jugend des ​FC Bayern München von 2002 bis 2003 ausgebildet wurde und bis 2012, erst bei den Münchnern, dann beim ​HSV in Deutschland unter Vertrag stand, am ersten WM-Turnier seines Landes seit 1982 teilnehmen dürfen. Bei den Gruppenspielen gegen Australien, Dänemark und Frankreich ist der Routinier für Nationaltrainer Ricardo Gareca somit eine ernsthafte Option.


Im Oktober war Guerrero positiv auf Kokain getestet worden. Die positive Probe wurde nach dem WM-Qualifikationsspiel der peruanischen Fußballauswahl gegen Argentinien genommen. Der Stürmer, der derzeit bei Flamengo in Brasilien unter Vertrag steht, insistierte, die positive Probe hänge mit einem Koka-Tee zusammen, den Guerrero im Unwissen getrunken habe. Ursprünglich betrug die Länge der Sperre zwölf Monate, wurde dann sogar noch auf 14 Monate erhöht.

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Freude bei den Fans der peruanischen Nationalmannschaft: Paolo Guerrero ist bei der WM spielberechtigt



Nach dem jüngsten Gerichtsurteil sei diese Ausweitung "ungerechtfertigt" gewesen und so darf Guerrero nun an der WM teilnehmen, nachdem sich Peru im Play-Off-Duell gegen Neuseeland im November des vergangenen Jahres für das Turnier qualifiziert hatte. Es bleibt abzuwarten, inwiefern Guerrero aus diesem Urteil, das in seinem Heimatland von den Journalisten dankend und euphorisch aufgenommen wurde, Kapital schlagen kann, wenn das WM-Turnier beginnt.