​Hannover-Boss Martin Kind hat bestätigt, dass es ein Angebot aus Mönchengladbach für Niclas Füllkrug gegeben habe. Allerdings sei man nicht bereit, den Top-Torjäger der 96er ziehen zu lassen - auch einem Spielertausch mit dem Gladbacher Vincenzo Grifo erteilte Kind eine Absage: Man wolle keine Leistungsträger mehr abgeben. Füllkrug hat in der vergangenen Saison mit 14 Bundesligatreffern die meisten Tore für Hannover 96 erzielt. 


Laut dem ​Sportbuzzer soll es zuvor schon mehrere Angebote aus England über 15 Millionen Euro für Füllkrug gegeben haben, die von Kind abgelehnt wurden. Das Angebot von ​Borussia Mönchengladbach habe mit etwa zehn Millionen Euro deutlich darunter gelegen. Kind bestätigte das Angebot sowie die Absage und betonte: "Wir wollen keine Leistungsträger mehr abgeben, das gilt auch für Füllkrug." Der Stürmer, der in der letzten Saison die meisten Tore aller Hannoveraner erzielte, besitzt bei den Niedersachsen noch einen Vertrag bis 2020 ohne Ausstiegsklausel.

Auch eine Verrechnung des Transfers durch einen Spielertausch mit dem Gladbacher Vincenzo Grifo hatte Kind abgelehnt, obwohl aus Hannover Interesse am offensiven Mittelfeldspieler der Fohlen besteht. Grifo, der erst im vergangenen Sommer für sechs Millionen Euro aus Freiburg nach Mönchengladbach kam, konnte sich unter Trainer Dieter Hecking nicht wirklich durchsetzen und kam nur zu 17 Bundesligaeinsätzen, bereitete dabei vier Tore vor. Der 25-jährige Deutsch-Italiener war in der Saison 2016/17 mit 21 Torbeteiligungen in 32 Spielen beim SC Freiburg noch einer der besten Vorbereiter der Liga. Neben den Hannoveranern soll auch der ​SV Werder Bremen Interesse am Offensivmann haben.


Zu den Wechselgerüchten um Füllkrug hatte die Bild von einem 10-Millionen-Euro-Angebot der Gladbacher Borussia berichtet, nachdem zuvor bereits Angebote über 15 Millionen Euro aus England bestätigt wurden. Kind will demnach also deutlich mehr als diese Summe für den 25-jährigen Mittelstürmer erzielen, sollte er den Verein überhaupt verlassen. Einen Spielertausch wird es nicht geben. Füllkrug könnte so der neue Rekord-Verkauf der 96er werden, nachdem 2015 Joselu für die bisherige Rekordsumme von acht Millionen Euro zu Stoke City ging.

Allerdings hat ​Hannover mit dem Top-Innenverteidiger Salif Sané (​Schalke 04), Füllkrugs gesetztem Sturmpartner Martin Harnik (Werder Bremen) und dem besten 96er Vorbereiter Felix Klaus (VfL Wolfsburg) seit dem Saisonende bereits drei Leistungsträger verloren, weshalb Martin Kind wenigstens Top-Torjäger Füllkrug halten möchte. Denn sollte auch er gehen, würde Hannover mit ihm und Harnik die einzigen beiden Spieler verlieren, die in der letzten Saison zweistellig trafen.