Beim ​VfL Wolfsburg kann Jörg Schmadtke nun doch noch frühzeitig seinen neuen Dienst als Geschäftsführer antreten - und vollzieht direkt seine erste Amtshandlung. Wie unter anderem der Sportbuzzer berichtet, wird der auslaufende Vertrag mit Ersatztorhüter Max Grün nicht verlängert.


Seit fünf Jahren läuft Max Grün für den VfL Wolfsburg auf, regelmäßig kam er dabei jedoch nie zum Einsatz. Der 31-Jährige verbrachte zuvor vier Jahre in den Diensten von Greuther Fürth, verabschiedete sich dort jedoch nach dem Abstieg aus der Bundesliga und schloss sich den 'Wölfen' für eine Ablösesumme von 400.000 Euro an. Seither kam er jedoch nie über die Rolle des Ersatzkeepers hinaus und verbrachte daher die meiste Zeit auf der Bank. Bis dato stehen lediglich zwölf Pflichtspiel-Einsätze zu Buche, der letzte datiert vom 19. Dezember vergangenen Jahres, als er im DFB-Pokal Achtelfinale den verletzten Koen Casteels ersetzte.

1. FC Nuernberg v VfL Wolfsburg - DFB Cup

 Bei Max Grüns (Mitte) letzten Einsatz ging der VfL Wolfsburg gegen den 1. FC Nürnberg mit 2:0 nach Verlängerung als Sieger vom Platz


Dennoch fühlte er sich in Wolfsburg wohl und schien nichts gegen eine Vertragsverlängerung einzuwenden. "Ich würde natürlich gern hier bleiben, weil mir der Klub, die Fans und die Stadt am Herzen liegen. Es liegt jedoch nicht nur an mir", so Grün, der laut kicker vom ehemaligen Sportdirektor Olaf Rebbe, ​der mittlerweile in der Premier League für Huddersfield Town tätig ist, wohl ein neues Arbeitspapier erhalten hätte. Vor etwas mehr als einer Woche ist jedoch ​Jörg Schmadtke als neuer Geschäftsführer präsentiert, wenngleich dieser seine Arbeit nicht von Anfang an aufnehmen konnte. Beim 1. FC Köln stand er noch bis zum 30. Juni unter Vertrag, weshalb beide Vereine in den vergangenen Tagen ​Gespräche über eine vorzeitige Vertragsauflösung führten. 


Diese wurden erfolgreich abgeschlossen, ​weshalb Schmadtke schon ab heute die Geschicke in Wolfsburg leiten kann. Für Grün bedeutet dies jedoch gleichzeitig das Ende in Wolfsburg, was wohl auf wenig Verständnis stoßen wird. Denn innerhalb des Vereins wurde er geschätzt, kam zudem problemlos mit der Rolle als Nummer zwei zurecht. "Ich bin ein Teamplayer. Manchmal muss ich persönlich Abstriche machen und mich zurücknehmen, um den Part auszufüllen, der mir zukommt", wurde er bei Sportbuzzer zitiert.


Eine Einigung über eine Vertragsverlängerung konnte jedoch nicht erzielt werden, weshalb sich Grün nun nach einer neuen Herausforderung umsehen muss. Zuletzt wurde über ein Interesse seitens des 1. FC Kaiserslautern sowie dem niederländischen Erstligisten VVV Venlo berichtet, allerdings scheinen sich diese nicht zu bewahrheiten.