Im Interview während des DFB Trainingslagers mit t-online und Sportbuzzer spricht der 22-Jährige über seine Chancen auf einen WM Kaderplatz, seine Gründe für einen Verbleib bei Bayer 04 Leverkusen und seinen Status als möglicher Anti-Star.


Julian Brandt befindet sich aktuell in mit dem DFB-Team in Eppan zur Vorbereitung auf die Fußball-Weltmeisterschaft in Russland. Angesprochen auf seine Chancen über einen endgültigen Kaderplatz sagte Brandt gegenüber t-online: "Ich bin wirklich relativ entspannt. Aber wenn man schon im vorläufigen Kader steht, will man natürlich auch mit nach Russland. Sollte es aus welchen Gründen auch immer nicht klappen, werde ich es sportlich nehmen und den Jungs die Daumen drücken. Ich bin aber der Überzeugung, dass jetzt alles von mir und meiner Leistung abhängt."


Nach seinen tollen Leistungen in der abgelaufenen Saison mit zwölf Toren und sieben Vorlagen in 39 Pflichtspielen bei Bayer Leverkusen strotzt der Jungnationalspieler nur so vor Selbstbewusstsein.​​ 


Zu seiner Zukunftsentscheidung, weiter in Leverkusen Fußball zu spielen und nicht den nächsten Schritt zu einem größeren Klub zu machen, sagt Brandt: "Es gab viele Vereine, zu denen ich hätte gehen können. Ich habe mir vieles angehört und wirklich Gedanken gemacht. Aber ich fühle mich momentan einfach total wohl in Leverkusen, auch mit Heiko Herrlich. Es macht mir tierisch Spaß, mit den Jungs zu zocken und deshalb habe ich mich entschieden, nochmal zu verlängern."


Unter anderem war mehrmals zu lesen, dass der FC Bayern München Brandt gerne verpflichtet hätte. Laut der SPORT BILD waren auch Borussia Dortmund, der FC Liverpool und der FC Chelsea an einer Verpflichtung von Brandt interessiert. Neben seiner Qualität war auch die geringe Summe seiner bis zur Vertragsverlängerung bestehenden Ausstiegsklausel von nur 12,5 Millionen Euro ein Grund für die Interessenten.


Wie sieht Brandts Plan für die Zukunft aus? Laut SPORT BILD hat Brandt vor, erst als fertiger Star zu einem echten Topklub zu wechseln. Zu einem fertigen Star gehört sicher auch die Teilnahme an der Weltmeisterschaft und ein erweiterter Stammplatz im Team von Jogi Löw. 


Löw hatte angekündigt, dass es nach der WM möglicherweise zu einem Umbruch in der Nationalmannschaft kommen wird. Angesprochen auf diesen Umbruch sagt Brandt selbstsicher: "Ein Umbruch wird sicher irgendwann kommen und dann will ich dabei sein, klar."


Eine Erkenntnis aus dem Interview lässt sich erkennen. Julian Brandt hat Spaß am Fußball, ist weiter lernwillig und dennoch selbstsicher genug, um zu erkennen, dass er in Zukunft für Leverkusen und die Nationalmannschaft eine wichtige Rolle spielen wird. 

Sollte er die Leistungen aus der vergangenen Saison in der kommenden Spielzeit wiederholen, werden auch dann wieder Gerüchte aufkommen, ob Brandt zu einem Topverein Europas wechselt.