​Der FC Chelsea hat sich entschieden, trotz des FA-Cup-Siegs nicht mit Antonio Conte als Trainer in die neue Saison zu gehen. Stattdessen könnte mit Maurizio Sarri der nächste Italiener die Londoner übernehmen. Sarri hat mit dem SSC Neapel eine sehr gute Serie-A-Saison gespielt und nur knapp den ersten Meistertitel für Napoli seit 1990 verpasst. Allerdings läuft heute der letzte Tag einer Frist ab, um Sarri für die Klausel von acht Millionen Euro aus seinem Vertrag heraus zu kaufen. 


Laut ​ESPN läuft am 31. Mai eine Klausel in Sarris Trainervertrag aus, nach der er Napoli für acht Millionen Euro verlassen kann. Sarri scheint nach übereinstimmenden Berichten die erste Wahl Chelseas für die Nachfolge Antonio Contes zu sein, der seinerseits nicht zurücktreten möchte, sondern entlassen werden will, um die noch offenen neun Millionen Euro Gehalt seines Vertrags bei den Londonern zu erhalten. 


​Chelsea hingegen scheint nicht gewillt, Conte auszubezahlen sowie Sarri für diese hohe Klausel aus seinem Vertrag herauszukaufen. Chelsea ist in der Premier League nur auf dem fünften Platz gelandet und hat somit die Qualifikation zur Champions League verpasst. Aufgrund der dadurch fehlenden Einnahmen möchte man das vorhandene Transferbudget lieber in die Verstärkung des Kaders investieren, statt es für die Verträge der Trainer zu verwenden.

Allerdings ist auch Napoli-Präsident Aurelio De Laurentiis nicht bereit, Ex-Trainer Sarri zu entlassen oder ablösefrei ziehen zu lassen, obwohl die Italiener in Person von Carlo Ancelotti bereits einen eigenen Nachfolger vorgestellt haben. Berichte aus Italien besagen, dass Präsident De Laurentiis eher bereit ist, Sarri die noch offenen zwei Jahre seines Vertrages zu bezahlen und ihn so an der Annahme eines neuen Trainerjobs zu hindern, um ein Exempel zu statuieren. Dies kann aber eher als reine Verhandlungstaktik verstanden werden. 


Chelsea könnte sich auch nach dem 31. Mai noch mit Napoli über eine Verpflichtung Sarris einigen, allerdings könnten die Verhandlungen deutlich schwieriger und im Endeffekt sogar teurer werden, sollte man die auslaufende Klausel über acht Millionen Euro nicht ziehen. Chelsea ist eigentlich bestrebt, eine schnelle Entscheidung auf der Trainerposition herbeizuführen, um Planungssicherheit zu schaffen und Leistungsträger wie Eden Hazard und Thibaut Courtois mit langfristigen Verträgen zu halten, da diese durchaus das Interesse anderer finanzkräftiger Klubs geweckt haben. 


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Beide Belgier hatten nach dem Gewinn des FA Cups öffentlich geäußert, sich nicht zum FC Chelsea zu bekennen, ehe Klarheit über den neuen Trainer herrsche und der Klub in diesem Sommer Geld in den Kader investiere, um den Rückstand auf die internationalen Topklubs zu schließen. 


Spätestens heute Abend wird sich zeigen, ob Chelsea die Klausel in Sarris Vertrag zieht. Andernfalls bleibt abzuwarten, ob man sich anderweitig einigt oder doch ein anderer Kandidat den lukrativen Job bei den Londonern bekommt, die vor einem Jahr noch Meister wurden und mit den Belgiern Hazard und Courtois, oder auch N'Golo Kanté und Marcos Alonso, über einige Weltklassespieler verfügen.