​Mario Gomez ist nach zuletzt aufgetretenen muskulären Problemen heute wieder ins Mannschaftstraining der deutschen Nationalmannschaft im Trainingslager in Eppan eingestiegen. Nachdem er in den letzten Tagen nur individuell trainieren konnte, ist noch nicht sicher, ob Stürmer beim Testspiel am Samstag gegen Österreich dabei ist. 


In dieser Woche musste Gomez vor allem Einzeltrainings absolvieren und stieg erst heute, zwei Tage vor dem Testspiel wieder ins Training mit der Mannschaft ein. Löw ließ dabei unter anderem Elf gegen Elf trainieren. Da das Spiel gegen Österreich aber der letzte Test vor der Bekanntgabe des finalen Kaders ist, dürfte Gomez zumindest zu einem Kurzeinsatz kommen, um sich gegenüber Nils Petersen zu beweisen.

Stand jetzt soll der Spieler vom VfB gegen Österreich auf jeden Fall zum Kader gehören. Die einzigen Spieler aus dem vorläufigen Kader, die für das Testspiel nicht zur Verfügung stehen, sind Toni Kroos vom Champions-League-Sieger ​Real Madrid, der erst nach dem Spiel zur Mannschaft stoßen wird, und Jerome Boateng, der sich nach seiner Adduktorenverletzung noch im Aufbautraining befindet. Im Gegensatz zu Gomez haben sie ihren Platz im WM-Kader aber auch sicher. 


Gomez spielte nach seinem Wechsel in der Winterpause vom ​VfL Wolfsburg zu seinem Heimatklub ​VfB Stuttgart eine starke Rückrunde und konnte in 16 Bundesligaspielen für den VfB acht Tore erzielen. Allerdings fiel auf, dass Gomez erst dann torgefährlich in Stuttgart wurde, als Tayfun Korkut als Trainer übernahm und im 4-4-2 spielen ließ. In Wolfsburg konnte Gomez in der Hinrunde nur ein Tor erzielen. 


In der Saison zuvor machte er noch 18 Tore für die Wolfsburger und hatte so großen Anteil am Klassenerhalt des VfL. Vor seinem Wechsel zu den Niedersachsen wurde Gomez 2015/16 mit 26 Treffern für Besiktas Meister und Torschützenkönig der türkischen Süper Lig. 

In der Nationalmannschaft konnte Gomez seit 2007 in 73 Spielen 31 Tore für die Nationalelf machen. Er hat nun mit dem überraschend nominierten Nils Petersen Konkurrenz im vorläufigen Kader bekommen, nachdem zuvor viele mit einer Nominierung Sandro Wagners gerechnet hatten. Petersen hat die Stärke, dass er für einen Mittelstürmer sehr laufstark ist und viele Defensivzweikämpfe gewinnt, so Bälle erobert. Gomez hingegen ist neben Petersen, Thomas Müller und Timo Werner der einzige, der als klassischer Strafraum- und Kopfballspieler bezeichnet werden kann, was ihm durchaus Chancen einräumt, es auch in den finalen Kader für die WM in Russland zu schaffen.