​Am Mittwoch wurde Adi Hütter offiziell als neuer Trainer von Eintracht Frankfurt vorgestellt. Der Fußball-Lehrer kommt vom frisch gebackenen schweizerischen Meister Young Boys Bern an den Main und will die Erfolgsgeschichte des Pokalsiegers weiter schreiben. Zudem verbindet ihn ein Umstand mit Vorgänger Niko Kovac. 


"Ich habe nie einen Hehl daraus gemacht, dass ich sehr gerne mal in der Bundesliga arbeiten möchte", erklärte der 48-Jährige auf der Pressekonferenz. "Was für mich aber auch entscheidend war, ist der Verein. Wie ist er aufgestellt, welche Zukunftsperspektiven gibt es. Und bei den handelnden Personen hatte ich sofort ein richtig gutes Gefühl – und über den Verein Eintracht Frankfurt brauchen wir gar nicht erst reden."

Der Österreicher führte den schweizerischen Erstligisten Young Boys Bern in der abgelaufenen Saison zum ersten Meistertitel seit 1986. Doch auch Hütter weiß, dass in der Bundesliga ein anderer Wind weht. Dennoch will er die Erfolgsgeschichte des Pokalsiegers weiter schreiben: "Die Eintracht hat in der vergangenen Saison toll gespielt, eine hervorragende Hinrunde gespielt und am Ende den Pokal geholt. Mein Vorgänger Niko Kovac hat einen ausgezeichneten Job gemacht. Jetzt möchte ich die Mannschaft noch weiter entwickeln. Ich habe Respekt vor der Aufgabe, aber Angst habe ich vor nichts."

Dabei offenbarte der Neu-Coach bereits sein mögliches Erfolgsrezept: "Natürlich stehe ich für den offensiven Fußball", betonte Hütter. "Ich glaube, dass genau deshalb die Menschen ins Stadion kommen."


Bereits bei RB Salzburg, die Hütter in der Saison 2014/15 trainierte, ließ der Übungsleiter extrem offensiv spielen, was dazu führte, dass die Bullen in 54 Spielen 159 Tore (!) erzielten und folgerichtig österreichischer Meister wurden. Bei den Young Boys aus Bern war seine Quote zwar nicht mehr so hoch, dennoch erzielte der Schweizer Meister immer noch über zwei Tore pro Spiel. 


Wird nun auch Eintracht Frankfurt zur Tormaschine? Immerhin erzielten die Frankfurter in der letzten Saison "nur" 45 Tore, also lediglich 1,3 pro Spiel. Allerdings ist die Bundesliga auch ein anderes Pflaster, als die Liga der Schweiz oder Österreich. Hütter scheint vorbereitet: "Man muss immer auch einen Plan B in der Tasche haben. Ich denke wir werden da schon unsere Mitte finden. Wichtig wird sein, dass wir in den nächsten Wochen gemeinsam eine Spielphilosophie entwickeln, die auch zur Mannschaft passt."


Von der Spielweise her ist also Hütter mit Vorgänger Kovac schwer vergleichbar, vertraglich gesehen hat jedoch Sportvorstand Fredi Bobic scheinbar beim neuen Coach in derselben Weise wie beim alten gehandelt. Laut der Bild hat Hütter in seinem neuen bis 2021 laufenden Vertrag eine Ausstiegsklausel.