Antoine Griezmann ist hin- und hergerissen. Der Stürmer-Star muss sich zwischen einem Verbleib bei Atletico Madrid und dem Angebot des FC Barcelona entscheiden. Bei den WM-Vorbereitungen der Equipe Tricolore soll er deshalb Frankreichs Nationalcoach Didier Deschamps um Rat gebeten haben. Dessen Meinung fiel eindeutig aus.


Top-Star bei ​Atletico oder bei Barça unter Lionel Messi zu einem der Co-Stars werden? Diese Frage muss sich Antoine Griezmann derzeit stellen. Der französische Nationalstürmer wird seit geraumer Zeit mit einem Wechsel von Madrid zum ​FC Barcelona in Verbindung gebracht. 100 Millionen Euro Ablöse sollen die Katalanen bereit sein, für den 27-Jährigen zu zahlen.


Der trägt seit 2014 das Trikot der Rojiblancos, mit denen er erst kürzlich ​in der Europa League triumphierte - der erste große Titel in Griezmanns Karriere. Bei Barça würden zusammen mit Messi, Suarez und Co. die Chancen auf weitere steigen. Auf der anderen Seite winkt bei Atletico in der Champions League ein mögliches "Finale dahoam", im neu errichteten Schmuckkästchen Wanda Metropolitano. Auch wenn Atletico nur als Außenseiter ins Rennen um den Henkelpott gehen dürfte.

Olympique de Marseille v Club Atletico de Madrid - UEFA Europa League Final

Griezmann (m.) erzielte im Europa-League-Finale gegen Olympique Marseille einen Doppelpack.


Griezmann bittet Deschamps um seinen Rat


Fakt ist, bei Atletico besitzt der Franzose noch einen Vertrag bis 2022. Einem vorzeitigen Abschied stünde das bei einer dreistelligen Millionensumme aber wohl nicht im Weg.​ Doch Griezmann weiß offenbar noch nicht, was er tun soll. Wie der französische Radiosender RMC Sport berichtet, habe der 27-Jährige deshalb seinen Nationaltrainer Didier Deschamps um Rat gebeten. Und der soll sich eindeutig für einen Atletico-Verbleib ausgesprochen haben. 

Finanziell sind die Optionen wohl ähnlich. Bei Barça soll er zwischen 15 und 17 Millionen Euro im Jahr kassieren, könnte aber seine Einnahmen aus Werbung und Marketing erhöhen. Atletico soll ihm dagegen eine Verlängerung anbieten, samt einer Gehaltserhöhung auf 20 Millionen Euro pro Saison.


Egal wie sich Griezmann entscheidet, beide Klubs müssen sich wohl noch ein wenig gedulden. Er wolle sich zunächst "zu 100 Prozent" auf die ​WM konzentrieren. Frankreich gilt beim Turnier in Russland als einer der Topfavoriten auf den Titel. Die Verhandlungen überlasse Griezmann solange seinen Beratern.