Vor etwas mehr als einer Woche fand der VfL Wolfsburg endlich einen Nachfolger für Klaus Allofs: Jörg Schmadtke wird den Posten des Geschäftsführers, der knapp anderthalb Jahre lang unbesetzt war, füllen und nach seinem ​Aus beim 1. FC Köln nun ​in Wolfsburg anheuern. Aufgrund der Vertragsmodalitäten mit seinem Ex-Verein darf der 54-Jährige allerdings erst in einigen Wochen seine Arbeit beim VfL aufnehmen. Wie der Express nun berichtet, arbeiten daher beide Parteien derzeit an einer Lösung.  


Mit der Verpflichtung von Jörg Schmadtke will der ​VfL Wolfsburg raus aus dem Tabellenkeller, in dem man in den vergangenen beiden Jahren feststeckte. Der einstige Geschäftsführer des ​1. FC Köln, der im Oktober vergangenen Jahres von seinen Aufgaben entbunden wurde, soll nun gemeinsam mit Trainer Bruno Labbadia für den sportlichen Aufstieg sorgen, nachdem man in der Relegation gegen Holstein Kiel den Klassenerhalt perfekt machen konnte.


Ganz so einfach gestaltet sich die Aufgabe allerdings noch nicht, da Schmadtke, der von den Domstädtern offenbar eine Abfindung über 3,3 Millionen Euro erhielt, noch bis zum 30. Juni in Köln unter Vertrag steht. Demnach darf er erst offiziell am ersten Juli in Wolfsburg anheuern, weshalb zuletzt darüber berichtet wurde, ​dass Labbadia solange die Verantwortung für Schmadtkes Aufgabenbereich übernehmen werde. Doch in Wolfsburg hofft man nun auf eine schnelle Lösung mit den Verantwortlichen der Kölner.

Holstein Kiel v VfL Wolfsburg - Bundesliga Playoff Leg 2

   Plant derzeit ohne helfende Hand den Kader: VfL-Trainer Bruno Labbadia


"Es gibt Gespräche zwischen unserem Präsidium und dem Aufsichtsrat des VfL Wolfsburg über dieses Thema", bestätigte Kölns Geschäftsführer Alexander Wehrle gegenüber dem Express die Verhandlungen zwischen beiden Parteien. Angeführt werden die Gespräche von FC-Präsident Werner Spinner und Frank Witter, ​der seit April als Aufsichtsratsvorsitzender in Wolfsburg fungiert. Wie weiter berichtet wird, stehe eine Entschädigung von 500.000 Euro im Raum - wohl kaum ein Problem für die finanziell gesunden 'Wölfe'.


Unabhängig von Schmadtke laufen die Kaderplanungen in Wolfsburg bereits jetzt auf Hochtouren, besonders im Sturm sucht man nach dem Abgang von Mario Gomez im Winter nach neuem Personal. Neben einem ​Interesse an Anthony Modeste, der vor einem Jahr vom 1. FC Köln nach China zu Tianjin Quanjian wechselte, wurde zuletzt über eine ​mögliche Verpflichtung von Daniel Ginczek, der derzeit beim VfB Stuttgart unter Vertrag steht, berichtet.