Ralf Becker ist neuer Sportvorstand des ​Hamburger SV und will beim einstigen Bundesliga-Dino nun den Beweis antreten, dass nachhaltige Personalplanung und der kommende Zweitligist der neuen Saison doch zusammen passen. Wie die Hamburger Morgenpost aktuell berichtet, hat der 47-Jährige, der zuletzt als Geschäftsführer Sport für Holstein Kiel tätig war, gleich eine schwierige Aufgabe vor sich: Es geht um Christian Fassnacht von den Young Boys Bern.


Der 24-jährige Schweizer, derzeit in Bern unter Vertrag, und der HSV sollen sich soweit einig sein: der Spieler will den Wechsel nach Deutschland vollziehen, der Zweitligist will den Profi unbedingt verpflichten. Der Rechtsfuß bestritt in der vergangenen Spielzeit in allen Wettbewerben 49 Partien, sammelte unter anderem in der Europa League und in der Qualifikation zur Champions League Erfahrungen. 

DSC Arminia Bielefeld v Holstein Kiel - Second Bundesliga

Erste Amtshandlung: Ralf Becker soll beim HSV den Transfer von Christian Fassnacht klar machen.


Dabei traf er 14-mal und bereitete acht Tore vor. Folglich sollen auch andere Klubs, wie beispielsweise Eintracht Frankfurt angefragt haben, doch Fassnacht scheint sich auf den HSV festgelegt zu haben.


Dies liegt offenbar auch an Christian Titz und den Planungen, die er mit dem Angreifer verfolgt. Das Interesse des HSV soll deshalb so groß sein, weil Fassnacht als Flügelspieler für beide Angriffsseiten in Frage kommt und damit eine Alternative für Nicolai Müller (Vertragsende steht bevor) und Filip Kostić (Wechselgerüchte) in Frage kommt. 


Für Ralf Becker wird die Angelegenheit zu einer harten Nuss, weil die Berner beharrlich an ihrem Talent festhalten und für dessen Abgang fünf Millionen Euro fordern. Für einen klammen Zweitligisten wäre diese Summe deutlich zu hoch. Bis zum Ende der Woche will der Profi Klarheit über seine Zukunft. Bis dato wird Becker Zeit haben, um seine Verpflichtung mit dem ersten positiven Ergebnis zu rechtfertigen.