Obwohl fast alle Spieler des FC Barcelona stets betonen, dass sie den Rest ihrer Karriere beim spanischen Top-Klub verbringen möchten, scheint der Verein oftmals mit den Bemühungen um eine Vertragsverlängerung zu zögern. Dies ist nun auch bei Jordi Alba der Fall. ​

​​Alba, der sich im Sommer 2012 Barcelona vom FC Valencia anschloss, konnte spätestens in der vergangenen Saison seinen unumstrittenen Stammspieler-Status untermauern. Die Kritik der Vergangenheit an seiner Person ist zum großen Teil erloschen, vor allem im ​Verbund mit Lionel Messi dreht der spanische WM-Teilnehmer mächtig auf.


Sein derzeitiger Vertrag läuft 2020 aus, eine Angebot zur Vertragsverlängerung wurde ihm eigentlich versprochen. Doch wie Albas Berater Vicente Fores gegenüber Sport bestätigte, wartet man auf eine Offerte schon seit einem Jahr.


Als noch Raul Sanllehi, der seit Jahresbeginn 2018 für den FC Arsenal als Kaderplaner arbeitet, bei Barca tätig war, "sagte uns der Klub, dass wir uns keine Sorgen machen müssen und man uns für eine Verlängerung anrufen wird. Aber wir warten immer noch", erklärte der Agent. "Nun sind es bereits eineinhalb Jahre. Wir verstehen nichts, vielleicht ist das normal für Barca oder sie sind mit den Leistungen eines Spielers nicht zufrieden, der es in die FIFA-Top-XI geschafft hat und der Verteidiger mit den meisten Assists in Europa ist". 


Alba betonte jedenfalls mehrmals, dass er seine Karriere im Camp Nou beenden möchte. Nun liegt also der Ball auf der Klub-Seite. Vertragsverhandlungen laufen zurzeit auch mit Samuel Umtiti und Sergio Busquets. Sollte es weiterhin bei Alba zu Verzögerungen kommen, könnten laut dem spanischen Medium Manchester United oder der FC Chelsea einen Transferversuch unternehmen. Zum jetzigen Stand scheint aber ein Abgang unwahrscheinlich zu sein.


In der vergangenen Spielzeit trug der 29-jährige Linksverteidiger 15 Torbeteiligungen in 48 Pflichtspielen bei. Mit der Nationalmannschaft wird er nach dem Gewinn der spanischen Meisterschaft und des Pokals versuchen, den wichtigsten Titel im Welt-Fußball einzuheimsen.