FRANKFURT AM MAIN, GERMANY - APRIL 08: Marius Wolf of Frankfurt reacts after the Bundesliga match between Eintracht Frankfurt and TSG 1899 Hoffenheim at Commerzbank-Arena on April 08, 2018 in Frankfurt am Main, Germany. (Photo by Alex Grimm/Bongarts/Getty Images)

Marius Wolf zum BVB: Der Wechsel aus 5 Perspektiven

Marius Wolf wird in der kommenden Saison für Borussia Dortmund auflaufen.  Der Revierklub gab am Montag die Verpflichtung des Frankfurter Shooting-Stars bekannt. Ein Wechsel, der sich für alle Beteiligten auszahlen könnte - außer für Eintracht Frankfurt:

1. Frankfurt verliert Top-Spieler für wenig Geld

Für gerade einmal fünf Millionen Euro müssen die Frankfurter ihren Leistungsträger (5 Tore, 9 Assists) ziehen lassen. Eine Ausstiegsklausel sorgt dafür, dass der Flügelflitzer für vergleichsweise wenig Geld nach Dortmund wechselt. Zwar nehmen die Hessen nun das Zehnfache des Einkaufspreises ein - Wolf kam für 500.000 Euro aus Hannover - allerdings sind fünf Millionen Euro dieser Tage für einen Spieler dieser Klasse nicht marktgerecht. Den "Deal des Jahrhunderts", den Hannover-Präsident Martin Kind beschrie, landete die SGE bei weitem nicht.

2. Wolf hat finanziell ausgesorgt

Nicht nur sportlich hat sich der Wechsel für Marius Wolf gelohnt. Auch finanziell machte der 23-Jährige einen großen Sprung. Laut einem Bericht der Frankfurter Rundschau soll der gebürtige Coburger in Dortmund pro Jahr sieben Millionen Euro verdienen. Bei einem Fünfjahres-Vertrag macht das 35 Millionen Euro. Wolf muss sich also Zeit seines Lebens keine Gedanken mehr um seine Finanzen machen.

3. BVB gewinnt variablen Spieler

Borussia Dortmund gewinnt einen Allrounder auf der rechten Seite. Wolf kann sowohl den Rechtsaußen als auch den Rechtsverteidiger mimen. Gerade der alternde Lukasz Piszczek dürfte sich über ein wenig Entlastung freuen, auch wenn sich der BVB vermutlich noch um einen weiteren Rechtsverteidiger bemühen wird. In der Offensive kann Wolf der Konkurrenz um Christian Pulisic und Andriy Yarmolenko Druck machen. Auch die linke Seite ist dem 23-Jährigen nicht völlig fremd. Der BVB bekommt also einen variabel einsetzbaren Spieler mit technischer Versiertheit, Entwicklungsfähigkeit und - der wichtigste Punkt - mit der nötigen Mentalität.

4. Weg frei für Abgänge

Für umstrittene Spieler wie André Schürrle, Erik Durm oder Andriy Yarmolenko wird die Luft nach der Verpflichtung von Marius Wolf ziemlich dünn. Mit dem Frankfurter kommt ein weiterer Konkurrent dazu. Mindestens zwei der drei genannten werden den Verein sicherlich verlassen. 

5. Vorgriff auf möglichen Pulisic-Abgang

Der US-Boy ist sicherlich im Moment die wertvollste Aktie im BVB-Team. Ein Wechsel auf die Insel ist allgegenwärtiges Thema in der Gerüchteküche. Der Vertrag des Rechtsaußen läuft 2020 aus. Nach der kommenden Saison ist es daher nicht unwahrscheinlich, dass der 19-Jährige den Verein verlässt. Mit Marius Wolf stünde der Nachfolger schon bereit.