Zum zweiten Mal in Folge legte der VfL Wolfsburg eine desolate Saison ab. Koen Casteels war in der beendeten Saison wieder mal einer der besten Akteure der Wölfe. Ein Abgang im Sommer scheint nicht mehr ausgeschlossen.


Koen Casteels hat in der Sommerpause reichlich Zeit, um seine Gedanken zu sortieren. Obwohl der Torhüter in Diensten des ​VfL Wolfsburg eine starke Saison beendete, wurde er von Belgiens Nationaltrainer Roberto Martínez nicht in das WM-Aufgebot seines Heimatlands berufen.


Wolfsburg sicherte sich im Winter 2015 das Spielrecht Casteels‘, der vorerst für ein halbes Jahr an Werder Bremen ausgeliehen wurde. Nach der Degradierung von Diego Benaglio und dessen Wechsel zur AS Monaco nutzte Casteels seine Chance und wurde zur unumstrittenen Nummer eins, die seit zwei Jahren Topleistungen an den Tag legt.

Hertha BSC v VFL Wolfsburg - Bundesliga

Macht sich Gedanken um die Zukunft: Koen Casteels


„Offiziell weiß ich nichts. Aber es ist noch früh, und erst in ein paar Wochen werden wir wissen, ob sich für mich etwas ergibt“, vermeidet der Belgier gegenüber La Dernière Heure ein Treuebekenntnis. Eigentlich, so Casteels weiter, wolle er den Klub nicht verlassen. In Wolfsburg fühle er sich sehr wohl, ​aber es müsse sich etwas ändern.


Keine Lust mehr auf Abstiegskampf


Und weiter: „Ich möchte nicht im dritten Jahr in Folge gegen den Abstieg spielen. Ich möchte lieber um ein Ticket für den europäischen Wettbewerb kämpfen.“ Zweimal in Folge erreichte Wolfsburg am Saisonende lediglich den Einzug in die Relegation – und rettete sich auch in diesem Jahr in die Bundesliga. Gegen ​Holstein Kiel folgte auf den 3:1-Sieg im ersten Spiel ein 1:0-Erfolg im zweiten Aufeinandertreffen.


„So eine Saison wie die vergangene darf es nicht mehr geben“, sagte Casteels im vergangenen Juni als er seine Vertragsverlängerung bis 2021 bekanntgab. Genannter Fall ist nun erneut eingetroffen. Casteels‘ Verbleib in Wolfsburg scheint keinesfalls gesichert. Treffen interessante Angebote für ihn ein, wird Neu-Manager Jörg Schmadtke Überzeugungsarbeit leisten müssen.