​Mario Gomez ist im Trainingslager der deutschen Nationalmannschaft gerade damit beschäftigt, Argumente für seine zweite ​WM-Teilnahme zu sammeln. In einem Interview zeigte der Torjäger nun aber auch Verständnis für ​Sandro Wagner, der an seiner Stelle gerne in Russland dabei gewesen wäre.


Unmittelbar nach der Kaderbekanntgabe hatte Wagner seinen Rücktritt aus dem DFB-Team angekündigt. Dabei brachte der Edeljoker vom FC Bayern München klar zum Ausdruck, dass er eine Teilnahme seiner Ansicht nach verdient gehabt hätte. Sein Konkurrent in der Sturmspitze fühlt sich von diesen Aussagen jedoch nicht angesprochen und betonte nun in einem Interview mit t-online.de, dass es zwischen den Beiden keine Spannungen gibt.

"Dass er enttäuscht ist, ist doch klar. Aus meiner Sicht war es auch eher ein Spiel der Medien, die versucht haben, uns in eine Rivalität hineinzudrücken. Wir mussten beide aufpassen, nicht ständig in ein Fettnäpfchen zu treten. Ich habe mich darauf nie wirklich eingelassen, weil es nichts bringt und nicht mein Charakter ist", so der 32-jährige Routinier. 


Besonders viel Wert legte der Angreifer des ​VfB Stuttgart darauf, dass er "noch nie ein Problem mit Sandro" gehabt habe, vielmehr hätte er dem 30-Jährigen "die WM-Teilnahme gegönnt". ​Bundestrainer Joachim Löw hatte hingegen anscheinend andere Vorstellungen und berief neben Gomez auch überraschenderweise Nils Petersen ins vorläufige Aufgebot. Ob beide Stürmer jedoch auch im endgültigen Kader bleiben werden, ist noch immer fraglich.