​Mit Julian Brandt und Jonathan Tah stehen zwei Akteure von Bayer Leverkusen im vorläufigen WM-Kader von Bundestrainer Joachim Löw. Allerdings könnten beide noch aus dem endgültigen Kader gestrichen werden. Eine Situation, die jedoch keine Verzweiflung bei den Leverkusenern auslöst.


"Klar bin ich erstmal froh, hier zu sein", betonte Jonathan Tah auf der Homepage des DFB. "Wenn ich nach Russland gehen darf, freue ich mich riesig darüber. Man will immer das Beste. Ich gebe einfach Alles. Ich weiß um meine Rolle hier. Ich will die Mannschaft so gut es geht unterstützen, das Niveau hochhalten, Gas geben. Und dann wird man am Ende sehen. Ich bin jedenfalls überhaupt nicht negativ gestimmt. Ich nehme Alles mit, was ich kann."



Aktuell bereitet sich der Weltmeister im südtirolischen Eppan auf die anstehende Weltmeisterschaft in Russland vor. Für Tah, der bei der Euro 2016 in Frankreich als Nachrücker teilnahm, wäre es die erste WM. Allerdings weiß der Kapitän der U21, dass er durchaus einer der vier Streichkandidaten sein könnte. Dennoch freut er sich, über die Erfahrungen, die er zurzeit sammeln darf: "Das ist nochmal etwas ganz anderes als bei der U 21-Nationalmannschaft. Die ersten Einheiten waren intensiv. Jeder einzelne Spieler hier ist auf diesem Toplevel. Als Gruppe haben wir gut gearbeitet. Das brauchen wir jetzt auch, um in den Rhythmus zu kommen."


Vereinskollege Julian Brandt scheint ein wenig sicherer im Sattel zu sitzen, doch auch der Flügelflitzer hat das WM-Ticket längst nicht sicher. Sollte der 22-Jährige noch aussortiert werden, "dann wäre das keine Schande", erklärte er in einem Interview mit dem Kicker. "Wir haben so viele gute Spieler. Ich weiß, wie schwer es ist, sich bei uns durchzusetzen."


Bereits vor zwei Jahren wurde Brandt kurz vor dem Ziel aus dem Kader gestrichen und verpasste die EM: "Ich kann garantieren, dass ich alles dafür tun werde, diesmal dabei zu sein", betonte der Offensivakteur: "Ich habe die zwei Jahre bis heute dazu genutzt, um mich weiterzuentwickeln. Und ich werde bis zur finalen Nominierung Gas geben. Mehr kann ich nicht tun." Am 4. Juni muss Jogi Löw der FIFA seinen endgültigen 23-Mann-Kader melden.