​Am Montag soll der Wechsel von Holstein Kiels Sportdirektor Ralf Becker zum Hamburger SV offiziell bekannt gegeben werden. Der Aufsichtsrat hatte am Sonntag sein "Go" für die Verpflichtung gegeben - allerdings nur, weil der Alternativkandidat Markus Krösche vom SC Paderborn deutlich teurer gewesen wäre.


Demnach berichtet das Abendblatt, dass der Paderborner Sportdirektor bei der Abstimmung vier Ja-Stimmen, bei einer Enthaltung und einer Gegenstimme, erhalten habe. Dennoch wird der HSV am Montag wohl einen anderen zu seinem neuen Sportvorstand ernennen. Laut übereinstimmenden Medienberichten wird Ralf Becker den Posten bei den Hamburgern übernehmen.

Doch wieso holt man nun den Kieler, wenn die Abstimmung sich doch deutlich für Krösche aussprach? Becker ist die deutlich günstigere Lösung. Der SC Paderborn verlangt wohl 2,5 Millionen Euro für seinen Sportdirektor, die Kieler hingegen geben sich mit 500.000 Euro zufrieden.


Bis Sonntag wollte Paderborns Vereinsboss Wilfried Finke laut Informationen von Sport1 Klarheit in der Personalie Krösche und setzte dem HSV deshalb eine Frist. Da die Hamburger aber nicht bereit waren, eine derartige Summe hinzublättern, fiel die Wahl der Norddeutschen auf den Kieler Becker.


Krösche wird nun bei den Ost-Westfalen bleiben, die sich nach dem Aufstieg in der zweiten Liga etablieren wollen. Anders der HSV, der nach dem ersten Abstieg der Vereinsgeschichte so schnell wie möglich die zweite Liga hinter sich lassen will.