​Nach Jupp Heynckes wird auch sein Co-Trainer Peter Hermann beim FC Bayern aufhören und vorerst keine neuen Angebote annehmen. Der 66-Jährige erklärte gegenüber dem ​Kicker: "Ich höre auf und gehe in Rente." Allerdings lässt sich Hermann noch eine Hintertür für eine Rückkehr in das Profigeschäft offen. 


Hermann habe seit drei Jahren den Gedanken aufzuhören, da zu Hause alles zu kurz komme. Schließlich stehe er durch seine vorherige Laufbahn als Spieler (unter anderem bei ​Bayer Leverkusen, Alemannia Aachen und dem ​Hamburger SV) nun schon seit 44 Jahren "ununterbrochen auf dem Platz". Er habe lange überlegt und der Entschluss sei ihm schwer gefallen, "aber jetzt ist erst einmal Pause". 


Der Vater und Großvater will sich nun um seine Familie kümmern und vorerst nirgendwo anders anfangen. Allerdings klingen Hermanns Aussagen nicht nach einem definitiven Rücktritt, denn er habe in den vergangenen Monaten einige Anfragen für eine Stelle als Scout bekommen, und "man sollte nie ’nie’ sagen". 

Nach seiner Spielerkarriere, in der er auf 120 Bundesligaspiele kam, begann Hermann ab 1989 als Co-Trainer bei seinem Ex-Klub Bayer Leverkusen. Dort war er fast 20 Jahre bis 2008 Trainer-Assistent und arbeitete unter anderem unter den Cheftrainern Erich Ribbeck, Klaus Augenthaler, Berti Vogts, oder Christoph Daum. 


Nach seinem Engagement in Leverkusen war er bei mehreren Vereinen der Assistent von Heynckes, so beispielsweise 2008/09 beim 1. FC Nürnberg, bis 2011 wieder in Leverkusen und von 2011 bis 2013 beim ​FC Bayern München, wo sie im letzten Jahr zusammen das Triple holten. Ab 2015 fungierte Hermann als Co-Trainer von Friedhelm Funkel bei Fortuna Düsseldorf. Als der FC Bayern im Oktober 2017 Jupp Heynckes zurückholte, machte dieser zur Bedingung, auch Hermann wieder als Co-Trainer zu engagieren. Dafür bezahlten die Bayern die Rekordablöse von zwei Millionen Euro für einen Assistenztrainer. 


Dem Vernehmen nach wollten der Verein und der kommende Bayern-Trainer Niko Kovac Hermann als Assistenten halten, der habe sich nun aber für das vorläufige Karriereende entschieden. Darüber sei Kovac aber längst informiert gewesen. Niko Kovac wird als Co-Trainer aus ​Frankfurt seinen Bruder Robert mitbringen, der als Spieler ebenfalls bereits für den Rekordmeister aktiv war.