Außenverteidiger Erik Durm will nach seiner einjährigen Verletzungszeit in der Vorbereitung auf die neue Saison wieder angreifen. Der Weltmeister von 2014 machte im DFB-Pokalfinale 2017 gegen Eintracht Frankfurt sein letztes Pflichtspiel für Borussia Dortmund und war seitdem erst mit einer Hüftverletzung und im Anschluss mit einem Außenbandriss im Sprunggelenk seit Juli letzten Jahres ausgefallen. 


Nachdem der 26-Jährige vor zehn Tagen seine Reha beendet hatte und sich seitdem im individuellen Aufbautraining befindet, konnte er nun erstmals wieder mit dem Ball trainieren. Laut dem ​BVB soll Durm in den kommenden Wochen wieder ins Mannschaftstraining einsteigen und so zum Start der Saison-Vorbereitung Anfang Juli unter dem neuen Trainer Lucien Favre wieder voll belastbar und Teil des Kaders sein. 


Dabei blickt Durm positiv in die Zukunft und geht nicht davon aus, dass das Pokalfinale 2017 sein letztes Spiel für die Dortmunder gewesen sei. "Zur Vorbereitung auf die kommende Saison will ich wieder komplett fit sein", sagte er mit Blick auf den Trainingsplan für die nächsten Wochen. Während die Mannschaft von Borussia Dortmund zuletzt für Testspiele und Marketing in den USA war, arbeitet Durm in Dortmund individuell an seiner Fitness. 

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Neuer Trainer, neues Glück? Die Karten könnten unter dem neuen BVB-Trainer Lucien Favre neu gemischt werden.


Auf den Dortmunder Außenverteidigerpositionen herrscht gleichermaßen große Konkurrenz und es ist dennoch eine Kader-Baustelle für den neuen Trainer Favre. Auf der linken Abwehrseite kann Kapitän Marcel Schmelzer nicht mehr an seine früheren Leistungen anknüpfen und ist deshalb nicht mehr unumstritten. Außerdem hat man für seine Position Raphael Guerreiro im Kader, der sehr talentiert, aber zu oft verletzt ist und der auch im Mittelfeld eingesetzt werden könnte.


Auf der rechten Seite ist immer noch Lukasz Piszczek gesetzt, der meist solide Leistungen brachte, allerdings mit 33 in ein zunehmend kritisches Alter für Außenverteidiger kommt. Jeremy Toljan, der vor der Saison auf Hoffenheim kam, nachdem er auch in der U21 überzeugte, konnte sich in Dortmund noch gar nicht etablieren und hatte viele schwache Spiele. 


Zuletzt gab es Gerüchte um die Verpflichtung des Schweizer Rechtsverteidigers Stephan Lichtsteiner von Juventus Turin, die sich aber nach der Bekanntgabe von Trainer Favre als falsch herausstellten. Dennoch halten sich in Dortmund auch Gerüchte um den vielseitig einsetzbaren Verteidiger Abdou Diallo vom 1.FSV Mainz 05, und den niederländischen Rechtsverteidiger Hans Hateboer vom diesjährigen Europa-League-Gegner Atalanta Bergamo. 


Durm wurde 2014 zwar Nationalspieler und kam zu sieben Einsätzen für die deutsche Mannschaft, kam allerdings in seinen fünf Bundesliga-Jahren nie zu mehr als 19 Spielen pro Saison und schaffte als offensiver Außenverteidiger nicht mehr als drei Torbeteiligungen pro Spielzeit. Stand jetzt ist vor allem aufgrund eines sich ankündigenden Umbruchs kritisch zu sehen, ob Durm noch eine Zukunft in Dortmund hat.