Im Sommer 2017 verlor der ​FC Schalke 04 mit Benedikt Höwedes ein Eigengewächs, das seit 17 Jahren für die Knappen gespielt hat. Nach der sportlichen Degradierung unter Trainer Domenico Tedesco wechselte Höwedes auf Leihbasis nach Turin. Eine Rückkehr in die Veltins-Arena kann er sich aber vorstellen. 


Fast ein Jahr ist seit diesen Geschehnissen vergangen. Und hinter dem Innenverteidiger liegt eine Saison zum Vergessen. Nur drei Pflichtspiele konnte Höwedes für die Alte Dame absolvieren. Erst plagte ihn eine Zerrung, später ein Muskelfaserriss. Dennoch ist er nicht unglücklich in der italienischen Metropole. "Ich fühle mich sehr wohl in Turin. Wir haben besprochen, dass wir uns nach Abschluss der Saison in Ruhe unterhalten", erklärte er gegenüber BILD


Rückkehr möglich


Doch Turin ist etwas anderes als die Heimat, als Gelsenkirchen, als der FC Schalke 04. Hinter den Königsblauen liegt eine starke Saison und die Vizemeisterschaft. Tedesco hat eine Einheit geformt und seine Stammspieler im Griff. In der Abwehr scheint keiner den Verein zu verlassen, was kein optimales Zeichen für Höwedes ist, der eine Rückkehr nicht für "ausgeschlossen" hält. "Aber ich werde wahrscheinlich auch nicht ganz alleine darüber entscheiden. Aber egal, wo es hingeht: Beide Mannschaften werden Champions League spielen. Da gibt es schlechtere Optionen. Sollte ich nochmal in der Veltins-Arena auflaufen, wäre es sicher mit großen Emotionen und einem Gefühl von „Nach Hause kommen“ verbunden", erklärte der deutsche Nationalspieler, der aufgrund seiner vielen Verletzungen die WM in Russland verpasst. 

FC Schalke 04 v Eintracht Frankfurt - Bundesliga

Hatte mit Höwedes während seiner Leihe Kontakt: Trainer Domenico Tedesco 


Bei einer möglichen Rückkehr des 30-Jährigen stellt sich jedoch auch die Frage, ob er überhaupt mit seinem Trainer Tedesco klar kommen würde. Höwedes sagt: "Ich habe und hätte kein Problem unter Domenico Tedesco zu spielen, weil ich von meiner Leistung überzeugt bin." Und ein Streit zwischen den beiden hätte es sowieso "nie" gegeben, wie er betonte. Tedesco erkundigte sich tatsächlich sogar über den Stand der Dinge in Turin bei Höwedes persönlich.