​Bernd Hoffmann wird erneut zum mächtigsten Mann beim Bundesliga-Absteiger Hamburger SV. Der Präsident und Aufsichtsratsvorsitzende wird nun auch den Posten des Vorstandschef zunächst interimsweise bekleiden.


"Wir brauchen in der aktuellen Situation unseres Clubs im Vorstand größtmögliche Schlagkraft mit Fachkenntnis und Managementqualität, um die richtigen Entscheidungen für die kommende Spielzeit zu treffen", erklärte Max-Arnold Köttgen, stellvertretender Aufsichtsratsvorsitzender. 


"Bernd Hoffmann erfüllt diese Anforderungen zu 100 Prozent und wird gemeinsam mit Frank Wettstein ein sehr gutes Team bilden."

Im Februar kehrte Hoffmann nach acht Jahren zum HSV zurück. Zuvor war der 55-Jährige bereits zwischen 2003 und 2011 Vorstandschef bei den Rothosen. Als erste Amtshandlung entließ Hoffmann Anfang des Jahres Amtsinhaber Heribert Bruchhagen, ohne dabei Ambitionen zu hegen, den Posten selbst zu übernehmen. Auch Sportdirektor Jens Todt musste den Verein verlassen.


Entgegen erster Aussagen wollte Hoffmann dann doch auch noch zum Vorstandschef aufsteigen. Nachdem er den Aufsichtsrat von seinen Qualitäten überzeugen konnte, delegierte eben dieser Hoffmann nun interimsweise in den Vorstand. Der Hamburger SV wagt demnach einen nostalgischen Schritt Richtung Zukunft.


In seiner ersten Amtsperiode lief es für den HSV sportlich ziemlich gut. Der UEFA-Cup bzw. die Europa League waren lange Zeit an der Tagesordnung. In einer Spielzeit schaffte man gar den Sprung in die Champions League. Nun haben sich die Saisonziele stark minimiert. Aktuell peilt der einstige Liga-Dino erst einmal den direkten Wiederaufstieg an - mit Bernd Hoffmann als neuem starken Mann.