​Innenverteidiger Marc Bartra hat Borussia Dortmund nach anderthalb Jahren verlassen und ist bereits im Winter zurück in die spanische Heimat gewechselt, wo er sich Real Betis Sevilla anschloss. Nach dem Bombenanschlag auf den Mannschaftsbus hatte sich der Defensivmann nicht mehr wohl gefühlt beim BVB und den Verantwortlichen seinen Wechselwunsch mitgeteilt. BVB-Boss Hans-Joachim Watzke äußerte sich nun erstmals ausführlich zum Abschied des Verteidigers und erklärte die Gründe für seinen Abgang.


"Der ist von uns weg, weil er es nicht mehr ausgehalten hat", so Watzke gegenüber der Frankfurter Allgemeinen Zeitung. Demnach sei der Anschlag auf den Mannschaftsbus der ​Schwarz-Gelben im April 2017 vor dem Champions-League-Viertelfinale gegen die AS Monaco der Knackpunkt gewesen. Er habe Bartra nicht nur körperlich, sondern vor allem auch psychisch derart verletzt, dass er nicht weiter im Dortmunder Umfeld für den BVB spielen konnte und wollte. Bei seinem neuen Klub spiele er nun laut Watzke "wie ein Gott. Weil er endlich aus der ganzen Sache raus ist."

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Neben dem Abgang des Defensivmannes äußerte sich Watzke auch zum Prozess und kritisierte dessen Ablauf. "Sechs, sieben Monate sind doch die kritische Phase in der posttraumatischen Problematik und genau da fiel die Mannschaft in ein Loch. Und als diese Zeit rum war, fing der Prozess an", so der 58-Jährige. "Das hat die Spieler noch einmal schwer belastet, das ging ja über zwei Monate."


Borussia Dortmund beendete die abgelaufene Bundesligasaison unter Chefcoach Peter Stöger trotz einiger Höhen und Tiefen auf dem vierten Tabellenplatz und wird somit erneut in der Champions League an den Start gehen. Zur neuen Saison ​übernimmt mit dem Schweizer Lucien Favre ein alter Bekannter aus der Bundesliga (ehemals Hertha BSC und Borussia Mönchengladbach) die Mannschaft. Er kommt aus Frankreich vom OGC Nizza.