​Die Vorbereitungen für die erste Zweitligasaison des ​Hamburger SV laufen auf Hochtouren. Während es dem Verein bereits gelungen ist, ​Lewis Holtby von einem Verbleib bei den Hanseaten überzeugen, kündigte nun auch Pierre-Michel Lasogga an, dass er davon ausgeht in der kommenden Saison wieder für den einstigen 'Bundesliga-Dino' auf Torejagd zu gehen. Dabei dürfte sein hohes Gehalt zu einem echten Problem werden.


Nachdem der 26-jährige Stürmer beim HSV nicht mehr so häufig eingesetzte wurde, entschied man sich vor der abgelaufenen Saison dafür, den Deutschen an den englischen Zweitligisten Leeds United auszuleihen. Bei den Briten legte der gebürtige Gladbecker eine ordentlich Saison hin und erzielte in 33 Einsätzen zehn Tore. Da die Leihe lediglich auf ein Jahr festgelegt wurde, steht der bullige Mittelstürmer nun wieder vor einer Rückkehr an die Elbe.

Hamburger SV v Borussia Dortmund - Bundesliga

Hat Pierre-Michel Lasogga beim HSV eine Zukunft?


Gegenüber der BILD bekannte sich Lasogga nun klar zum HSV. "Ich bin Spieler des HSV, habe noch ein Jahr Vertrag. Daher gehe ich aktuell davon aus, beim Trainingsstart in Hamburg zu sein", so der 1,90-Meter-Hüne. Dabei betonte er, dass der Hamburger SV seiner Meinung nach "nicht in die 2. Liga" gehört und er sich daher wünscht, "dass dieser riesige Verein den direkten Wiederaufstieg schafft", schließlich hätten dies auch die Fans verdient. "Wenn ich mit Toren helfen kann – gerne!", so der nicht immer einfache Sturmtank.


Zwar würde den 'Rothosen' ein abschlussstarker Angreifer mit Sicherheit gut zu Gesicht stehen, dennoch könnte ein Verbleib von Lasogga zu einer echten Last werden. Dabei ist insbesondere die finanzielle Situation des Traditionsvereins zu beachten. Während sich die meisten Spieler auf drastische Gehaltskürzungen einlassen müssen, hat sich der Deutsche eine Klausel in seinem Vertrag gesichert, nach der er auch im deutschen Unterhaus sein volles Gehalt erhält. Dem Vernehmen nach wäre der Stürmer mit kolportierten 3,4 Millionen Euro jährlich der Topverdiener beim HSV.

Dieses monetäre Ungleichgewicht könnte die aufkeimende mannschaftliche Geschlossenheit unter Trainer Christian Titz beim Nordklub empfindlich stören. Daher überlegen die Hamburger mit Sicherheit, ob sie dieses Wagnis eingehen wollen, oder ob sie möglichst schnell einen potenziellen Abnehmer finden können.