​Schwere, aber sportlich eine faire Entscheidung von Admir Mehmedi. Nachdem der Stürmer des VfL Wolfsburg im Februar diesen Jahres eine Mittelfußverletzung erlitt, wird er für die anstehende Weltmeisterschaft nicht rechtzeitig fit werden. Das ließ der 27-Jährige nun verlauten, um einen Platz im WM-Kader der Schweizer somit nicht zu blockieren. Dies berichtet nun unter anderem Sport1.


Zwar sei die schwerwiegende Verletzung des 58-maligen Nationalspielers (sieben Tore) mittlerweile ausgeheilt, doch der entstandene Trainingsrückstand sei inzwischen zu groß, als dass Mehmedi diesen in den noch verbleibenden Wochen bis zum Start des Großturniers aufholen könne. Das ließ der Schweizer Verband SFV am heutigen Freitag mitteilen.

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"Entscheid des Kopfes" - Admir Mehmedi muss aufgrund seines Trainingsrückstandes auf die kommende WM verzichten.


Mehmedi selbst äußerte sich zu seinem WM-Aus wie folgt: "Es ist ein Entscheid des Kopfes, nicht des Herzens. Ich spürte einfach, dass ich dem Team kaum das bringen kann, was es von mir erwarten darf, zumal an einer Weltmeisterschaft", so die Worte des Rechtsfußes. "Darum wollte ich dem Trainer so früh wie möglich klare Entscheidungsgrundlagen bieten und auf keinen Fall einen Platz im Team blockieren", so die persönlich bitteren, aber fairen Worte des Angreifers.


Mehmedi, der vom FC Zürich über Dynamo Kiew den Weg in die Bundesliga fand und bislang für den ​SC Freiburg​Bayer Leverkusen und den VfL Wolfsburg auf Torejagd ging, lief für die 'Wölfe' in der Spielzeit 2017/18 lediglich fünf Mal auf und erzielte dabei ein Tor. In der ersten Hälfte der Saison erzielte er bei zwölf Einsätzen für Bayer Leverkusen noch zwei Tore und bereitete drei Tore vor. Dann wurde Mehmedi von seiner Verletzung ausgebremst. 

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Muss bei der WM nun im Angriff auf Mehmedi verzichten: Nationaltrainer Vladimir Petković.


Vladimir Petković, der Cheftrainer der Schweizer Nationalmannschaft, wird für die WM nun andere Lösungen im Angriff finden müssen. Die Schweizer Auswahl trifft im Zuge der WM-Gruppenphase auf Costa Rica, Brasilien und Serbien. Neben dem nun ausgeschiedenen Mehmedi stehen mit Haris Seferović, Josip Drmić, Breel Embolo und Mario Gavranović noch vier Stürmer im Kader, die aus ihrer Zeit in der Bundesliga den deutschen Fans noch bestens bekannt sein dürften.