Mit der belgischen Nationalmannschaft bereitet sich Michy Batshuayi derzeit auf die ​anstehende Weltmeisterschaft​ vor, doch neben einer endgültigen Teilnahme bei der Endrunde in Russland ist ebenfalls noch unklar, für welchen Verein der Angreifer in der kommenden Saison auflaufen wird. Gegenüber der spanischen Tageszeitung AS äußerte sich Batshuayi nun zu seiner Zukunft, gab jedoch keine konkreten Antworten.


Seit Februar lief für Michy Batshuayi eigentlich alles wieder rund. Der Mittelstürmer des FC Chelsea wurde bis zum Saisonende an Borussia Dortmund verliehen, nachdem Pierre-Emerick Aubameyang zu Arsenal London und Olivier Giroud im Gegenzug zu den 'Blues' wechselte. Beim BVB überzeugte Batshuayi als Torjäger, traf in 14 Einsätzen neun Mal und war ein wichtiger Faktor für den Erfolg der Mannschaft.

Borussia Dortmund v Eintracht Frankfurt - Bundesliga

 Ließ die Sorgen nach dem Verkauf von Aubameyang in Luft auflösen: Michy Batshuayi (Vordergrund)


Doch bei der ​0:2-Niederlage im Revierderby gegen Schalke 04 verletzte sich der 24-Jährige in der Schlussphase schwer, ​ein Bänderriss im Sprunggelenk bedeutete das vorläufige Saison-Aus. Nichtsdestotrotz wurde er von Belgiens Nationaltrainer Roberto Martinez für den ​vorläufigen WM-Kader nominiert, gestern erfolgte die ​Rückkehr ins Mannschaftstraining. "Ich habe hier fünf Tage lang individuell trainiert. Ich fühle mich körperlich gut, mein Knöchel ist in Ordnung. Jetzt will ich spielen und Tore schießen", sagte Batshuayi gegenüber der AS.


Dabei sei er in dem Moment, als er nach dem Zweikampf mit Benjamin Stambouli mit schmerzverzerrtem Gesicht auf dem Boden blieb, von einer noch schlimmeren Verletzung ausgegangen: "Ich befürchtete, dass mein Bein gebrochen war. Ich habe mich nicht ein mal getraut, nachzusehen. Am nächsten Tag haben mir die Ärzte in Deutschland sogar dazu geraten, die WM zu vergessen." Allerdings folgte schnell Entwarnung: "Zwei, drei Tage später konnte ich wieder normale Schritte machen. Ich habe viel getan, um meinen Knöchel zu stärken. Jetzt kann ich ohne Probleme laufen."


Volle Konzentration auf die Nationalmannschaft


Während er sich voll und ganz auf die Weltmeisterschaft konzentrieren will, ist derzeit noch unklar, wo Batshuayi danach auf Torejagd gehen wird. Einen Verbleib in Dortmund scheint er ​nicht auszuschließen, doch entgegen ​erster Pläne der Verantwortlichen scheint man beim BVB nun ​aufgrund der zu hohen Ablöseforderung ​von einer festen Verpflichtung Abstand zu nehmen. 


Die Zeit in der Bundesliga habe er dennoch genossen: "Dortmund war für mich eine tolle Erfahrung. Ich wurde sehr herzlich empfangen. Ich befand mich in einem guten Umfeld und das konnte man auf dem Platz sehen. Es war eine Weile her, dass ich so viel gespielt habe. Es war gut, um Selbstvertrauen zu tanken." Allerdings falle es ihm schwer, sich für einen Klub entscheiden zu müssen: "Ich bevorzuge niemanden. Es sind zwei wunderbare Vereine. Mein Fokus liegt jetzt auf der Weltmeisterschaft und ich möchte keinen Gedanken daran verschwenden, was danach passiert." 


Eine Entscheidung wird allerdings auch davon abhängig sein, wie sich die Verantwortlichen des FC Chelsea in der Trainerfrage entscheiden. Trotz des ​Triumphes im FA-Cup wird bereits seit Monaten über eine Entlassung von Antonio Conte spekuliert. ​Als Nachfolger gilt Maurizio Sarri, der nach der abgelaufenen Saison sein Amt beim SSC Neapel niederlegen ​und von Carlo Ancelotti beerbt wird.