27 Spieler befinden sich in ​Deutschlands vorläufigem Kader für die Weltmeisterschaft in Russland, doch im Trainingslager von Südtirol waren nur 19 Akteure von Anfang an dabei. Sieben der übrigen acht Spieler erhielten einen Sonderurlaub und reisen am heutigen Freitag nach, lediglich Mittelfeldspieler Toni Kroos von Real Madrid wird aufgrund des anstehenden Champions League Finals am Samstag (20.45 Uhr) weiterhin fehlen. Mit von der Partie ist auch Jerome Boateng, der nach einer weiteren Untersuchung grünes Licht erhielt.


Am gestrigen Trainingstag nahmen ​alle bereits mitgereisten Spieler an den Einheiten teil, darunter neben Manuel Neuer auch Mesut Özil, der in den letzten Wochen über Probleme am Rücken klagte. Doch am heutigen Freitag wird sich die Gruppe um insgesamt sieben Spieler erweitern: Das ​Bayern-Quintett um Thomas Müller, Mats Hummels, Jerome Boateng, Joshua Kimmich und Niklas Süle wird ebenso wie Torhüter Marc-André ter Stegen vom ​FC Barcelona und ​FA-Cup Sieger Antonio Rüdiger vom FC Chelsea in Südtirol erwartet, um nun den Fokus auf die Weltmeisterschaft zu legen.


Ein Fragezeichen stand vor allem hinter Jerome Boateng, ​der sich im Champions League Halbfinale gegen Real M​adrid eine Verletzung im Oberschenkel zuzog und seitdem keine Minute mehr auf dem Feld verbrachte. Wie DFB-Manager Oliver Bierhoff vermeldete, stehe einer Reise nach Eppan allerdings nichts im Wege: "Die letzten Meldungen aus München zu Jerome sind positiv. Wir haben ihm empfohlen, sich dauerhaft in der Nähe von Dr. Müller-Wohlfahrt und seinen Physiotherapeuten aufzuhalten", so der 50-Jährige laut Sport1. Der Innenverteidiger solle allerdings erst in der kommenden Woche am Trainingsbetrieb teilnehmen.

Auch Hummels, der vor wenigen Tagen noch mit ​Problemen am Fuß zu kämpfen hatte, werde bei der Nationalmannschaft problemlos einsteigen können: "Ja, er kommt. Mats Hummels ist vertrauenswürdig. Es würde mich wundern, wenn er unterwegs aussteigen würde", sagte Bierhoff scherzhaft. 


Insgesamt scheint der Manager von der Atmosphäre im Trainingslager überzeugt: "Alle" Akteure hätten "richtig Bock auf die Nationalmannschaft und die WM. Alle haben Bock, etwas Großes zu erreichen." Der DFB-Tross um Bundestrainer Joachim Löw wird noch bis zum neunten Juni in Südtirol verweilen, ehe man sich wenige Tage später auf den Weg nach Russland begeben wird. ​Wenige Tage vorher wird das endgültige Aufgebot für die Endrunde bekanntgegeben, insgesamt vier Spieler werden die WM daher von Zuhause aus verfolgen müssen.