​Manager Max Eberl lässt sich in diesem Sommer Zeit mit den Top-Transfers des Vereins. Grund für diese Taktik ist die englische Premier League.


Max Eberl (44) ist normalerweise ein Fan davon, seinen Trainern einen fertigen Kader für die Vorbereitung präsentieren zu können. Die Übungsleiter bevorzugen es generell, bereits den kompletten Kader mit in das Sommer-Trainingslager mitzunehmen.  Dies ermöglicht eine deutlich bessere Vorbereitung auf die kommende Spielzeit.

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Für die kommende Saison kann Max Eberl allerdings nicht garantieren, dass die größten Transfers des Vereins bereits früh getätigt sind. Borussia Mönchengladbach wird seine Vorbereitung am 22. Juli starten und dafür an den Tegernsee fahren und dies aller Voraussicht nach ohne die großen Neuzugänge.


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Den Grund für die späten Verpflichtungen sieht Eberl in den neuen Regelungen der Premier League. In England müssen, beginnend mit diesem Transferfenster, die letzten Wechsel bereits vor Beginn der Saison abgeschlossen sein. Wenn auf der Insel am 11. August die neue Saison startet, schließt bereits zwei Tage zuvor das Transferfenster.


Die Premier League ist dahingehend somit Vorreiter in Europa. Sobald der Spielbeginn der Saison gestartet wurde, wollen die Engländer ab sofort Ruhe haben. Es soll vermieden werden, dass die Profis nicht nach einer Vorbereitung mit einem anderen Team und nach zwei Spieltagen den Verein wechseln. In Deutschland beispielsweise schließt das Transferfenster erst am 31. August. 


Max Eberl tendiert demnach zu einem späten Handeln auf dem Transfermarkt und bittet die Fans um Geduld. "Durch diese Besonderheit erwarte ich vorher große extreme Hektik und Überhitztheit auf dem internationalen Markt. Da werden auch Spieler weit über ihrem normalen Wert wechseln. Aber ab dann haben wir noch rund drei Wochen Zeit, in der sich die Lage deutlich beruhigen dürfte. Gut möglich, dass wir dadurch deutlich später aktiv werden", erklärt Eberl.