​Der ​SC Freiburg sicherte sich im vergangenen Sommer die Dienste von Philipp Lienhart. Der Innenverteidiger wechselte für die abgelaufene Saison auf Leihbasis von ​Real Madrid in den Breisgau. Die Verantwortlichen des Sportclubs arbeiten derzeit an einer festen Verpflichtung des 21-Jährigen. Im vergangenen Jahr wendete sich Sportdirektor Klemens Hartenbach mit einer offenen und ehrlichen E-Mail an die 'Königlichen', um den Transfer zu realisieren. 


Zwei Jahre lang stand Lienhart im Kader der zweiten Mannschaft von Real Madrid, für die er 53 Pflichtspiele absolvierte. Chancen auf eine Beförderung in die erste Mannschaft hatte der Österreicher hingegen nicht, weshalb er nach anderen Klubs Ausschau hielt. Der SC Freiburg machte letztendlich das Rennen um den Defensivspieler und lieh ihn für ein Jahr aus.

Gegenüber dem kicker verriet Hartenbach, dass sich die Verhandlungen mit den 'Königlichen' äußerst schwierig gestalteten und sich über einen längeren Zeitraum hingezogen hätten. Dies veranlasste den Sportdirektor dazu, sich mit einer E-Mail an die Madrilenen zu wenden. "Es ging um die Rolle des SC Freiburg in der Bundesliga und allgemein um große und kleine Klubs", erklärte der 53-Jährige. 


"Der gesamte Sport, den wir so lieben, funktioniert auch durch Solidaritäten. Ich bin zwar Vereinsvertreter, aber es geht definitiv um den einzelnen Spieler, der seine Chance erhöhen sollte, zu spielen. Das darf nicht aus politischen oder markttechnischen Gründen kaputt gemacht werden. Junge Spieler müssen spielen. Am Ende profitieren wir doch alle davon", schrieb der Sportdirektor, der sich diese Gedanken einfach "von der Seele schreiben" wollte. 

Sport-Club Freiburg v TSG 1899 Hoffenheim - Bundesliga

Voller Einsatz: Philipp Lienhart (r.) gegen Hoffenheims Andrej Kramaric


Eine direkte Antwort habe er zwar nicht bekommen, dafür klappte es wenig später mit der Lienhart-Verpflichtung. Für eine halbe Million Euro Leihgebühr wechselte der Innenverteidiger in den Breisgau, wo er sich auf Anhieb einen Stammplatz erkämpfe. Bis Ende Oktober verpasste der Österreicher kein Pflichtspiel, ehe er von einer Knieverletzung ausgebremst wurde. 


Mitte Dezember zog sich der 21-Jährige einen Außenbandriss im Knie zu, der ihn für mehrere Wochen außer Gefecht setzte. In der Rückrunde kam Lienhart lediglich einmal zum Einsatz. Dennoch wollen die Breisgauer den Defensivspieler fest verpflichten. Dem Fachmagazin zufolge verfügt der Sportclub über eine Kaufoption, die bei vier Millionen Euro liegen soll.