Lucien Favre höchstpersönlich soll sich gegen die Verpflichtung von Stephan Lichtsteiner ausgesprochen haben, der sich Medienberichten zufolge vertraglich bereits mit Borussia Dortmund einig gewesen sein soll. Nun nimmt der BVB eine weitere Alternative für hinten rechts ins Visier.


Lukasz Piszczek dürfte in der kommenden Saison auf der rechten Defensiv-Außenbahn gesetzt sein. Hinter dem Polen stünde Jeremy Toljan für Einsätze bereit, doch der Sommerneuzugang aus Hoffenheim konnte in seinen bisher absolvierten Spielen keineswegs überzeugen. Und der ebenfalls im Kader geführte Erik Durm ist quasi Dauerpatient.


Unter diesen Umständen ist klar, dass sich ​Borussia Dortmund auf die Suche nach adäquatem Ersatz für den Rechtsverteidiger-Posten umschaut. Gemäß Mundo Deportivo beschäftigt sich unter anderem der BVB mit einer Verpflichtung von Pol Lirola. Doch auch andere namhafte europäische Klubs sollen an dem 20 Jahre alten Außenverteidiger Interesse bekunden.

US Sassuolo v Torino FC - Serie A

Pol Lirola (l.) entwickelte sich zur Serie A-Stammkraft



Die Bestrebungen aus Deutschland kommen nicht von ungefähr: Lirola stammt zwar gebürtig aus Spanien, verfügt aber über einen deutschen Pass – seine Mutter ist deutscher Abstammung. Bis Januar war Lirola von ​Juventus Turin an US Sassuolo verliehen. Beim Klub aus Emilia-Romagna stieg der spanische U21-Nationalspieler zum Stammspieler auf, was seinen Leihklub überdies dazu bewegte, die sieben Millionen Euro schwere Kaufoption zu aktivieren.


Was laut der spanischen Gazette für einen Wechsel spricht, ist der Umstand, dass sich Lirola unzufrieden mit der Trainerkonstellation in Sassuolo zeigt. Eusebio Di Francesco verließ den Klub im vergangenen Jahr in Richtung AS Rom, seit November steht Giuseppe Iachini an der Seitenlinie. Der 54-Jährige lässt weniger offensiv agieren, sodass sich die Außenverteidiger vermehrt defensiv orientieren müssen – ein Umstand, der Lirola missfällt.