Pierre-Emerick Aubameyang tritt gegen Arsene Wenger nach. Der Klub habe in den letzten Jahren stagniert, meint der Ex-BVB-Torjäger. Nachfolger Unai Emery lobt er als "sehr guten Coach" und berichtet, was er unter dem neuen PSG-Trainer Thomas Tuchel gelernt hat.


22 Jahre dauerte die Ära von Arsene Wenger beim ​FC Arsenal an. Ausgerechnet einer, der erst seit wenigen Monaten für die Gunners aufläuft, stichelt nun gegen die abgewanderte Trainer-Legende. 


Pierre-Emerick Aubameyang wechselte Ende Januar für knapp 65 Millionen Euro vom BVB nach London. Nach langem Transfer-Theater unterschrieb der in Frankreich geborene Gabuner bei Arsenal einen ​Vertrag bis 2021. In der Premier League knüpfte der 28-jährige Torjäger auf Anhieb an seine Quote im BVB-Trikot an. 13 Treffer in 16 Bundesligaspielen gab es in der Hinserie für Aubameyang zu feiern, zehn Tore in 13 Premier-League-Partien waren es ab Winter auf der Insel. 


Huddersfield Town v Arsenal - Premier League

Seit vier Monaten im Gunners-Trikot: Ex-BVB-Torjäger Pierre-Emerick Aubameyang


Mit den Gunners landete er am Ende auf einem enttäuschenden sechsten Platz. In der Europa League setzte es das Aus im Halbfinale gegen den späteren Gewinner Atletico Madrid. Arsenal hat damit unter Wenger zum zweiten Mal in Folge die Qualifikation für die Champions League verpasst. Etwas, das für den einstigen Königsklassen-Dauergast lange Zeit undenkbar schien.


"Über die letzten Spielzeiten gesehen muss man zugeben, dass der Klub stagniert hat“, schloss Aubameyang im Interview mit RMC Sport. Natürlich fühle es sich komisch an, wenn ein Trainer nach 22 Jahren geht. Aber: "So ist das im Leben. Es ist ein neuer Start, wir müssen nach vorne schauen und sehen, wie es läuft“, meinte der 28-Jährige.


"Ich denke, jeder freut sich auf die nächsten Jahre“, so Aubameyang, der den neuen Arsenal-Trainer Unai Emery als "sehr guten Coach" bezeichnete. "In Paris ist es nicht einfach. Dort herrscht sehr viel Druck. Er hat bei Sevilla und PSG sehr gute Arbeit geleistet", ergänzte der Stürmer. Nun müsse jeder "sein Bestes geben und hart arbeiten, damit wir uns mit den Besten messen können."


​Emery war am Mittwoch überraschend als Wenger-Nachfolger vorgestellt worden, nachdem ​Mikel Arteta von allen als neuer Arsenal-Trainer erwartet worden war. Der Spanier musste mit Ablauf der Saison seinen Hut beim Star-Ensemble aus Paris nehmen. Mit PSG gewann Emery in zwei Jahren eine französische Meisterschaft und wurde zweimal Pokalsieger. In der Champions League blieb ihm der erhoffte Wurf dagegen versagt. Mit Sevilla feierte Emery zwischen 2014 und 2016 drei Europa-League-Titel in Serie.


In der französischen Hauptstadt steht künftig ein alter Bekannter von Aubameyang an der Seitenlinie. Thomas Tuchel soll Paris zu europäischen Ehren führen. Sein ehemaliger Torjäger beim BVB traut es ihm zu: "Er ist ein harter Arbeiter, er kann viel in Paris bewegen. Ich denke, es ist ein guter Deal", sagte Aubameyang über seinen Ex-Coach. "Tuchel ist taktisch sehr flexibel. Er kann es schaffen, mit PSG die Champions League zu gewinnen", lobte der Gabuner.


Tuchel sei darüber hinaus sehr akribisch und streng. Vor allem auf die Ernährung seiner Spieler achte er genauestens, einige Getreidesorten hätten auf der verbotenen Liste gestanden, erzählte Aubameyang. "Es hat geklappt, ich esse viel weniger Zucker, seit ich ihn getroffen habe", ist er seinem ehemaligen Trainer dankbar.