Einmal mehr rumort es im französischen Nationalteam vor einem großen Turnier. Eine E-Mail des ausgeboteten PSG-Star Adrien Rabiot sorgt für Wirbel. Nationalcoach Didier Deschamps ist sauer. Ob Franck Ribery mit seinem Twitter-Scherz für Aufheiterung beim 49-Jährigen sorgt? Eher fraglich.


Spaßvogel Franck Ribery hat auf den E-Mail-Eklat bei der französischen Nationalmannschaft auf seine eigene Art reagiert. "Ich bin auf Ibiza und wurde gerade angerufen: Ist ein Platz in der Reserve zu haben? Oh, Didier, ich bin bereit! Komm“, witzelte der ​Bayern-Routinier via Twitter in Richtung Equipe-Tricolore-Coach Didier Deschamps.

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Hintergrund ist der Streit zwischen Deschamps und PSG-Star Adrien Rabiot. Der 23-jährige Mittelfeldspieler wurde von Frankreichs Nationaltrainer nicht in das 23-köpfige Aufgebot des WM-Favoriten in ​Russland berufen, stand aber auf einer Nachrücker-Liste von Spielern, die im Falle von Verletzungen nominiert werden könnten. Daraufhin hatte Rabiot Deschamps per Mail mitgeteilt, dass er nicht für solch eine Reserve-Liste zur Verfügung stehen würde. Deschamps bezeichnete das als "großen Fehler" des 23-Jährigen, der sich damit seine Zukunft unter ihm verbaut habe.

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Die Unruhe um Rabiot kann Frankreich-Coach Didier Deschamps kurz vor Beginn der WM überhaupt nicht gebrauchen.


Ribery war nach der WM 2014 aus dem Nationalteam zurückgetreten. Vor der Heim-EM 2016 brachte sich der 81-fache Nationalspieler noch einmal ins Gespräch für ein Comeback - Deschamps lehnte dankend ab. Ribery wird in Frankreich ein unterkühltes Verhältnis zur Equipe Tricolore nachgesagt. 2010 war er Teil einer Gruppe, die gegen den damaligen Trainer Raymond Domenech revoltierten.