​Auf einer großen Pressekonferenz des ​VfB Stuttgart konnte ​Sportvorstand Michael Reschke unlängst unter anderem den Neuzugang​ ​Pablo Maffeo vorstellen. Bei dieser Gelegenheit lobte der 60-Jährige, die seiner Meinung nach exzellente Scoutingabteilung der Schwaben. In einem Gespräch mit der BILD erklärte nun der Leiter dieser Abteilung, Markus Lösch, dass man die Verstärkung für die rechte Verteidigerposition schon lange im Auge hatte.


In den letzten Jahren gerieten die Scouts der Stuttgarter gelegentlich in die Kritik. Zu viele aussichtsreiche Talente innerhalb des Vereins wurden für zu wenig Geld abgegeben und auch das eine oder andere Schnäppchen ging am VfB vorbei und schloss sich der Konkurrenz an. Dabei haben die ständigen Wechsel im Management und auf der Trainerbank jedoch nach Ansicht des Abteilungschefs ihren Teil dazu beigetragen.

Im Falle von Maffeo, sei man zwar schon sehr früh interessiert gewesen, musste sich aber der finanziellen Macht von anderen Vereinen beugen. "Wir haben ihn schon im Jugend- und Übergangsbereich gesehen, kamen da bei der Konkurrenz aber einfach nicht an ihn ran. Nun hat sich eine andere Situation ergeben – und wir waren vorbereitet", so der 46-Jährige.


Bevor man sich jedoch zu einem so kostspieligen Transfer entscheidet, müssen viele Eventualitäten abgewogen werden und auch. So sei es auch nicht unüblich, dass man vor einem solchen Deal "gerne auch mal 50 Namen für die jeweilige Position auf der Liste" stehen. Ob sich die lange Beobachtungszeit nun auch auszahlen wird und ob der 20-Jährige beim Traditionsverein auch einschlagen wird, diese Gewissheit hat man zwar nie, aber es deutet vieles darauf hin, dass dem VfB wieder einmal ein echter Coup gelungen ist.