VfB-Juwel Benjamin Pavard besitzt in seinem kürzlich bis 2021 verlängerten Vertrag keine Ausstiegsklausel. Diese Hammer-Nachricht hat Stuttgarts Sport-Vorstand Michael Reschke nun verkündet. Der 22-jährige Defensiv-Allorunder gilt als einer der Shootingstars der abgelaufenen Bundesligasaison und steht bereits bei einigen europäischen Spitzenklubs auf dem Zettel.


Der ​VfB Stuttgart hat mit Benjamin Pavard einen echten Transfercoup gelandet. Für fünf Millionen Euro wechselte der französische Defensiv-Allrounder im Sommer 2016 aus der Heimat ins Ländle und schlug beim VfB auf Anhieb ein. Erst half Pavard beim Aufstieg mit, dann war er maßgeblich an der starken Bundesliga-Rückkehrsaison beteiligt. So maßgeblich, dass es Pavard zum französischen Nationalspieler gebracht hat und i​m endgültigen Aufgebot der Equipe Tricolore bei der anstehenden WM in Russland steht.

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Gegen Russland machte Benjamin Pavard (r., hier im Duell mit dem Ex-Kölner Konstantin Rausch) sein drittes Länderspiel für Frankreich.


Keine einzige Ligaminute hat der 22-Jährige in der abgelaufenen Spielzeit verpasst. Einzig beim Pokal-Achtelfinale in Mainz musste er wegen eines Nasenbeinbruchs zuschauen. Meist als Innenverteidiger glänzte der Shootingstar auch im defensiven Mittelfeld oder als Rechtsverteidiger - egal ob in einem System mit Dreier- oder Viererkette. Längst sind deshalb schon die ganz großen Klubs in Europa aufmerksam geworden. ​Tottenham Hotspur gilt als stark interessiert, auch der FC Bayern soll die Fühler ausgestreckt haben.


Reschke verrät: Pavard hat keine Ausstiegsklausel im Vertrag


VfB-Sportchef Michael Reschke blickt den Avancen allerdings gelassen entgegen. Er hat es geschafft, Pavard im vergangenen Winter zu einer Vertragsverlängerung bis mindestens 2021 zu bewegen. Die Stuttgarter sollen sogar eine vereinsseitige Option auf zwei weitere Jahre besitzen. Der größte Coup aber im neuen Deal: "Benjamin besitzt in seinem Vertrag keine Ausstiegsklausel“, bekräftigte Reschke gegenüber der ​Stuttgarter Nachrichten

Der VfB hat die Zukunft des Youngsters in der Hand - selbst wenn Pavard mit Top-Favorit Frankreich bei der WM weiter auf sich aufmerksam machen kann. "Unsere Kernaussage ist: Wir wollen Benjamin nicht abgeben. Wir planen volles Programm mit ihm, denn er ist für uns ein absoluter Schlüsselspieler“, erklärte Reschke. Der VfB hat in den kommenden Jahren viel vor. ​Die Europa League wurde nur wegen des überraschenden Pokalsiegs von Eintracht Frankfurt verpasst. ​20 Millionen Euro haben die Schwaben bereits in neue Spieler investiert.

Bayer 04 Leverkusen v VfB Stuttgart - Bundesliga

Hat gut Lachen: Stuttgarts Sport-Vorstand Michael Reschke hat bei Benjamin Pavard alle Trümpfe in der Hand.


Möglichen Interessenten erteilte Reschke deshalb ​schon vor einigen Wochen eine Abfuhr: Auch bei einem 30-Millionen-Euro-Angebot werde er "nicht mal die Tür aufmachen", so der 60-Jährige. Nun legte er nach: "Das heißt jetzt nicht, dass ich ihn für 40 Millionen Euro abgeben würde.“


Eine Aussage, an die sich Reschke messen lassen muss. Sollte Pavard seine Leistungen auch in der kommenden Saison bestätigen, wird die Anfragenliste mit Sicherheit nicht kürzer werden. Sollte eine Mega-Offerte kommen, dürfte der VfB über kurz oder lang an seine Schmerzgrenze kommen und Pavard zu einem europäischen Großklub ziehen lassen müssen. Dann aber mit einem satten Gewinn.