Die Zeichen stehen auf Trennung: Eintracht-"Fußballgott" Alex Meier könnte Frankfurt nach 14 Jahren verlassen. Der 35-Jährige will seine Karriere fortsetzten - ob das bei der Eintracht möglich ist, sollen Gespräche in den kommenden Tagen klären. Wie sein Berater bestätigt, liegt Meier bereits die "eine oder andere" Anfrage vor.


Im Sommer 2004 kam Alex Meier zunächst auf Leihbasis nach ​Frankfurt. Ein Jahr später verpflichtete die Eintracht den 1,96 Meter großen Stürmer fest. Schlappe 650.000 Euro reichten, um Meier von Jugendklub HSV loszueisen. Was folgte, war eine Ära, die mittlerweile 14 Jahre andauert. 379 Pflichtspiele, 137 Tore und 55 Vorlagen sind die Eckdaten des "Meier-Regimes" in Frankfurt. Meier wurde 2012 und 2015 je einmal Torschützenkönig der ersten und zweiten Liga. Seit vergangenen Samstag ist mit dem DFB-Pokal-Triumph endlich auch ein Titel dazu gekommen.


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Letztes Tor für die Eintracht? Alex Meier (r., gegen Matti Steinmann) bei seinem 3:0-Treffer gegen den HSV am vorletzten Bundesligaspieltag


Von den Eintracht-Fans wird der mittlerweile 35-Jährige längst als "Fußballgott" gefeiert. Dessen Zeit im SGE-Trikot könnte sich nun aber dem Ende neigen. Meiers Vertrag läuft aus - bei der Eintracht besitzt er einen Anschlussvertrag. Doch ​er will weiterspielen, das betonte der "Fußballgott" jüngst. Ob das in Frankfurt möglich ist, bleibt fraglich. Gespräche über seine Zukunft sollen nach der Rückkehr von Sportvorstand Fredi Bobic aus den USA in den kommenden Tagen geführt werden. Der ​neue Trainer Adi Hütter wird dabei ein gewichtiges Wort mitreden.


Ein Abschied zu einem anderen Klub zum Ende der Karriere wird immer wahrscheinlicher. Neben Bundesliga-Aufsteiger Fortuna Düsseldorf soll auch Austria Wien zu den Interessenten gehören. "Die Gerüchteküche brodelt. Ich kann nur bestätigen, dass sich der eine oder andere gemeldet hat, weil sie gehört haben, dass Alex gerne weiterspielen will und das möglicherweise nicht mehr bei Eintracht Frankfurt machen kann“, bestätigte Berater Jürgen Milewski der Bild.


Meier hat eine verletzungsgeplagte Saison hinter sich. Nach einem Infekt und einer Operation am Knöchel fehlte er fast die komplette Spielzeit. Erst am 33. Bundesligaspieltag gab er sein Comeback. Gegen den HSV erzielte Meier kurz nach seiner Einwechslung in den Schlussminuten in typischer Manier mit dem Innenspann das ​3:0 gegen den HSV. Doch das Meier-Märchen hielt nicht lange. Gegen Schalke zum Liga-Abschluss und ​im Pokalfinale strich Niko Kovac den "Fußballgott" aus dem Kader


Bei der Pokalübergabe im Olympiastadion wurde ihm dennoch die Ehre zuteil, die goldene Trophäe von Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier entgegenzunehmen. "Ich wäre nicht böse gewesen, wenn nicht. Aber das ist natürlich eine schöne Wertschätzung", freute sich Meier. Es könnte sein letzter Auftritt im Eintracht-Trikot gewesen sein.