​Am 14. Juni startet die Weltmeisterschaft in Russland. Die ganze Welt fiebert einem der größten Sportereignisse entgegen und kann es kaum erwarten, bis endlich der Ball rollt. Damit ihr bis dahin optimal informiert seid, stellen wir euch jedes einzelne Teilnehmerland einzeln vor. Heute an der Reihe: Serbien.


Die serbische Nationalmannschaft konnte sich nach 2010 zum zweiten Mal für eine WM-Endrunde qualifizieren und hat einige namhafte Spieler in ihren Reihen. Die Serben schieden jedoch in Südafrika als Gruppenletzter in der Vorrunde aus. Dieses Mal soll alles anders kommen.


Souveräne Qualifikation


Die 'weißen Adler' haben sich in einer sehr ausgeglichenen Qualifikationsgruppe vor Irland, Wales und Österreich durchgesetzt und konnten dadurch direkt das Ticket nach Russland buchen. Dabei mussten die Serben in zehn Spielen nur eine Niederlage gegen Österreich hinnehmen und konnten vier Mal zu null spielen. Trotz der gelungenen Qualifikation trennte sich der Verband einvernehmlich von Trainer Slavoljub Muslin. Seine Nachfolge trat mit Mladen Krstajic ein alter bekannter aus der Bundesliga an. Der 44-Jährige war zuvor lediglich als Co-Trainer tätig und will durch eine starke WM weiter an Profil gewinnen.

Serbia v Georgia - FIFA 2018 World Cup Qualifier

Der erfahrene Slavoljub Muslin trat freiwillig zurück 


In Russland bekommen es die Osteuropäer in der Gruppe E mit Brasilien, Costa Rica und der Schweiz zu tun. Dabei dürfte alles andere als ein Gruppensieg der Favoriten vom Zuckerhut eine Überraschung sein. Beim Kampf um Platz zwei und den damit verbundenen Einzug in die K.o.-Phase machen sich die Serben jedoch durchaus Hoffnungen. Dabei trifft das Team von Mladen Kristajic zum Auftakt am 17. Juni auf Costa Rica. Beim Spiel gegen die Zentralamerikaner und beim anschließenden Aufeinandertreffen gegen die Schweiz sollten sie dabei bestenfalls bereits ausreichend gepunktet haben, ehe man zum Abschluss gegen das Schwergewicht aus Südamerika ran muss.


Den vorläufigen WM-Kader hat der serbische Verband zwar noch nicht bekannt gegeben, wir werfen dennoch einen Blick auf die einzelnen Mannschaftsteile und treffen dabei auch auf einige bekannte Spieler aus der Bundesliga. Den Anfang machen wollen wir dabei im Tor. Die klare Nummer eins ist der erfahrene Vladimir Stojkovic, der bereits bei der WM 2010 das Gehäuse der Osteuropäer hütete. Im Falle eines Ausfalls steht kein adäquater Ersatz zur Verfügung.

Serbia v Georgia - FIFA 2018 World Cup Qualifier

Innenverteidiger Branislav Ivanovic ist der Kopf der Mannschaft


In der Defensive setzen die Serben auf sehr zweikampfstarke Spieler. Dabei agierten die Europäer in der Qualifikation oftmals in einer Dreierkette. Angeführt wird die Abwehrreihe von Rekordnationalspieler Branislav Ivanovic. Auch sein Nebenmann Matija Nastasic vom ​FC Schalke 04 und auch Nikola Maksimovic, der sein Geld beim SSC Neapel verdient, verfügen über internationale Klasse. Außenseiterchancen auf einen Stammplatz hat Bremens Milos Veljkovic.


Im favorisierten 3-4-3-System ist Aleksandar Kolarov auf der linken Seite absolut gesetzt. Auf der rechten Seite dürfte der ehemalige Dortmunder Antonio Rukavina die erste Wahl sein. Eine Schlüsselrolle im defensiven Mittelfeld hat Nemanja Matic inne. Der Sechser von ​Manchester United soll dabei die Balance zwischen Defensive und Offensive garantieren. Als Partner an seiner Seite steht Shootingstar Sergej Milinkovic-Savic von Lazio Rom parat. Entscheidet sich Kristajic hingegen für eine offensivere Ausrichtung, kann sich auch Frankfurts Mijat Gacinovic berechtigte Hoffnungen auf einen Platz in der ersten Elf machen.

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Nemanja Matic ist die Schaltzentrale der Serben


Im Sturmzentrum führt kaum ein Weg an Aleksandar Mitrović vorbei, der sich zuletz als treffsicherster Angreifer der Serben zeigte. Linksaußen ist Hamburgs Filip Kostic eine echte Waffe und auch auf der rechten Seite verfügen die 'weißen Adler' mit Dusan Tosic über jede Menge Qualität. 


Die Serben verfügen über einen guten Kader, der sowohl technische Qualität, aber auch Robustheit verkörpert. Spannend zu sehen wird es sein, wie sich Trainer Mladen Kristajic bei seiner ersten Bewährungsprobe auf der ganz großen Bühne schlägt. Mit etwas Glück und einer guten Tagesform haben die Serben gute Chancen, erstmalig bis ins Achtelfinale vorzustoßen. Das Spiel gegen die Schweiz könnte dabei das Zünglein an der Waage sein.