​Der ​VfL Wolfsburg hat am Montagabend auch das zweite Relegationsspiel gegen ​Holstein Kiel für sich entschieden und bleibt weiterhin erstklassig. Nach dem 3:1-Heimerfolg im Hinspiel setzten sich ​die Niedersachsen in Kiel knapp mit 1:0 durch. Nach dem Abpfiff gerieten die beiden Cheftrainer Bruno Labbadia und Markus Anfang auf dem Rasen kurz aneinander. 


Vor heimischer Kulisse kämpfte der Zweitligist aufopferungsvoll und ließ nichts unversucht, um die 1:3-Niederlage aus dem Hinspiel wettzumachen. Gegen die kompakte Wolfsburger Defensive fehlte den 'Störchen' jedoch in vielen Situationen die nötige Durchschlagskraft. Der Treffer von Robin Knoche in der 75. Spielminute brachte letztendlich die Entscheidung und bescherte den Niedersachsen den Auswärtssieg. 

Holstein Kiel v VfL Wolfsburg - Bundesliga Playoff Leg 2

Robin Knoche avancierte dank seines Treffers zum Matchwinner


Nach der Partie hatten Kiels Cheftrainer Anfang und VfL-Coach Labbadia noch Redebedarf. "Er hat mir die Hand gegeben, und ich habe einfach nur gesagt: 'Heute hätten wir es, glaube ich, verdient gehabt'. Darauf hat er nicht reagiert, dann bin ich wieder gegangen", erklärte Anfang am Eurosport-Mikrofon. Labbadia wollte diese Aussage nicht unkommentiert lassen, lief seinem Trainerkollegen ein Stück hinterher und geigte ihm anschließend deutlich seine Meinung. Zu den genauen Gesprächsinhalten wollte sich Labbadia allerdings nicht äußern: "Das bleibt unter uns."



Der Wolfsburger Übungsleiter gab dem 43-Jährigen einen Ratschlag mit auf dem Weg. "Mein junger Kollege sollte wirklich mal was lernen", betonte Labbadia. "Schon im Hinspiel hat er sich über viele Leute beschwert. Er kam auch heute ständig mit irgendwelchen Sachen. Ich erwarte ein bisschen Respekt. Vor allem, wenn jemand neu im Geschäft ist", stellte der VfL-Coach klar. Daher habe er dem Kieler Cheftrainer klar seine Meinung gesagt. Anfang spielte den Vorfall herunter. "Das war eigentlich nichts Wildes", gab der Holstein-Coach zu Protokoll.