Neben Abwehrboss Niklas Moisander nahm Milos Veljkovic im Defensivverbund von Werder Bremen eine zentrale Rolle ein. Der Verteidiger hofft auf eine Nominierung in den WM-Kader Serbiens, die jedoch vor allen Dingen für den SV Werder Gefahr hinsichtlich einer möglichen Abwerbung birgt.


Zwei Tage muss sich Milos Veljkovic noch gedulden, bis er die Gewissheit hat, ob es für ihn erstmals zu einem großen Fußballturnier geht, oder ob der die anstehende WM vor dem TV-Gerät verfolgen muss. ​Im November debütierte Veljkovic für die Auswahl Serbiens, aufgrund seiner guten Leistungen in der Bundesliga gilt es als wahrscheinlich, dass er mit zur WM darf.


„Andere hatten einen höheren Anteil an der Quali, das respektiere ich. Trotzdem will ich spielen“, stellt der 22 Jahre alte Verteidiger im kicker hohe Ansprüche. In der Vorrundengruppe E trifft Serbien, das vom ehemaligen Bundesligaspieler Mladen Krstajic betreut wird, auf Brasilien, die Schweiz und Costa Rica.

SV Werder Bremen v VfL Wolfsburg - Bundesliga

Überzeugt im Werder-Dress: Milos Veljkovic



Insbesondere das Duell mit den Eidgenossen wirft seinen Schatten voraus. Denn Veljkovic verfügt über einen Schweizer Hintergrund, spielte sogar in seinem ersten Länderspiel für die U16 der Nati. 2012 fragte der serbische Verband an, Veljkovic musste nicht lange zögern: „Es war klar, dass ich für Serbien spiele, das war immer mein Traum. Meine Eltern und meine ganze Familie kommen von dort, mein Herz schlägt für Serbien.“


Bei ​Werder Bremen soll Veljkovic seinen bis 2019 datierten Vertrag vorzeitig verlängern. Im Grundsatz sei besprochen, dass der zentrale Abwehrspieler seine Zukunft in Bremen sehe, schreibt der kicker. Vor der WM wird aus der von Vereinsseite forcierten Vertragsverlängerung aber nichts mehr, sodass Veljkovic seinen Wert mit starken Auftritten steigern könnte – und dadurch auch für andere Klubs interessant werden könnte.