​RB Leipzig verpflichtete im vergangenen Sommer Yvon Mvogo von den Young Boys Bern. Für den Schlussmann legten die Sachsen fünf Millionen Euro Ablöse auf den Tisch. In Leipzig kam der Neuzugang jedoch nicht über den Status der Nummer zwei hinaus. Berater Carlos Crespo stellte den RB-Verantwortlichen nun ein Ultimatum. 


Seine erste Saison in der Bundesliga hatte sich der Schweizer Nationalkeeper sicherlich ganz anders vorgestellt. An Platzhirsch Peter Gulacsi war für den 23-Jährigen kein Vorbeikommen. Lediglich ein Pflichtspiel bestritt Mvogo bislang für die 'Roten Bullen'. Am 5. Spieltag stand der Schlussmann bei der 0:1-Niederlage gegen den FC Augsburg zwischen den Pfosten. "Ich fühlte mich nicht gebraucht", wird der Torhüter von Schweiz am Wochenende zitiert. "Ich ließ mir nichts anmerken. Dabei hatte ich sehr schwierige Momente. Das war hart", blickt der Rechtsfuß auf sein erstes Jahr in Leipzig zurück. 

Berater Crespo stellte nun gegenüber der Schweizer Boulevardzeitung Blick klar, dass sein Mandant nicht noch eine Saison auf der Bank sitzen will. "Jetzt muss Yvon spielen. Er kann es sich nicht leisten, ein weiteres Jahr zu verlieren", betonte Crespo, der deutliche Worte an die Leipziger Verantwortlichen richtete: "Jetzt wollen wir eine Garantie! Wenn wir keine erhalten, muss Yvon ausgeliehen werden. Leipzig hat ihn geholt, um aus ihm eine Nummer eins zu machen. Nun soll der Klub das auch zeigen."


Angesichts der starken Leistungen von Gulacsi ist es nur schwer vorstellbar, dass der ungarische Nationalkeeper seinen Stammplatz verlieren wird. Daher deutet vieles auf eine Mvogo-Leihe hin. Im Winter wurde bereits ​über eine Rückkehr zu seinem Ex-Verein spekuliert. In Leipzig besitzt der 23-Jährige einen bis Ende Juni 2021 datierten Vertrag. Nach dem Verzicht von Augsburgs Marwin Hitz wird Mvogo als dritter Torhüter der Schweiz mit zur Weltmeisterschaft in Russland reisen.