​Beim Pokalfinale am vergangenen Wochenende kam es in der Nachspielzeit zu einer sehr strittigen Szene, doch Schiedsrichter Felix Zwayer entschied nach dem Videobeweis für Eckball und nicht für einen Elfmeter der Bayern. Das sorgte für viel Unmut, doch der Schiedsrichter bleibt bei seiner Entscheidung, wie er dem kicker verrät. 


"Ich habe den Kontakt gesehen, aus meiner Sicht war es jedoch kein intensiver Kontakt, da Martinez den getroffenen Fuß noch ohne Bewegungsänderung und stabil auf dem Boden aufsetzt, bevor sein anderes Bein abhebt, nach vorne fliegt und er hinfällt", sagte Zwayer. "Auf den Bildern habe ich keinen Kontakt gesehen, der mich überzeugt hat, meine ursprüngliche Wahrnehmung und Entscheidung zu ändern. Auch mit dem Abstand von zwei Tagen stehe ich zu dieser Entscheidung."

Nach dem Spiel wurden kritische Stimmen laut. So gaben selbst Akteure und Verantwortliche von Eintracht Frankfurt zu, dass der Tritt von Kevin-Prince Boateng an Javi Martinez elfmeterwürdig war. "Ich treffe ihn ganz klar, das sieht man", sagte Boateng nach dem Spiel. "Wir haben Glück gehabt." Außer sich vor Aufregung war Bayerns Manager Hasan Salihamidzic. "Das ist für mich ein ganz klarer Elfmeter", sagte er. „Im Sechzehner haut er ihm die Füße weg.“


Dass es an der Bildauswahl bei der Entscheidungsfindung gehapert haben soll, wies Zwayer zudem zurück. "Ich war und bin mit der Bildauswahl zufrieden. Auch weil laut Bastian Dankert das TV dasselbe Material verwendete, sind wir bei der Hinter-Tor-Perspektive geblieben", stellte er klar. 

Bayern Muenchen v Eintracht Frankfurt - DFB Cup Final

Tritt Javi Martinez (3. v. l)  die Füße weg: Kevin-Prince Boateng (2. v. l)