​Mittelfeldmotor Emre Can ist nach seiner Rückenverletzung längst wieder auf dem Weg der Besserung und macht unerwartet große Fortschritte. Läuft es weiterhin derart positiv für den Liverpool-Profi, ist auch ein Einsatz im Champions-League-Finale am kommenden Samstag gegen Titelverteidiger Real Madrid nicht unmöglich. Sein Trainer Jürgen Klopp zeigt sich sehr erstaunt über den schnellen Heilungsprozess des gebürtigen Frankfurters, wolle aber in jedem Fall kein Risiko eingehen. 


Seit Mitte März hat Emre Can kein Pflichtspiel mehr für den FC Liverpool bestritten. Die Rückenverletzung kostete den Nationalspieler sogar die wahrscheinlich gewesene Nominierung für den WM-Kader von Deutschland und Bundestrainer Joachim Löw. Nun könnte es entgegen den Erwartungen allerdings wenigstens noch für einen Einsatz im Champions-League-Finale gegen Real Madrid am Samstag gehen. Can trainierte am Montag bereits wieder mit seinen Teamkollegen an der Anfield Road und reiste auch vergangene Woche mit der Mannschaft ins Trainingscamp nach Marbella. LFC-Coach Jürgen Klopp zeigte sich nun erstaunt über die schnelle Genesung des gebürtigen Frankfurters.

Liverpool Training Session and Press Conference

Trainierte am Montag mit den Teamkollegen: Liverpools Emre Can


"Bei Spielern wie Emre oder Spielern in einer ähnlichen Situation hängt es von der Reaktion auf viele Dinge ab. Sagen wir so: Vor zehn Tagen habe ich nicht gedacht, dass er das, was er heute getan hat, tun kann. Auch das, was er in Marbella getan hat, habe ich nicht für möglich gehalten", erklärte der Coach am Rande des Mannschaftstrainings am Montag.


Dennoch werde man sicher nichts überstürzen, wie der ehemalige BVB-Coach durchblicken ließ. "Es sah gut aus und mein Eindruck von ihm ist sehr positiv, aber wir müssen erst einmal wieder bis morgen warten. Aber natürlich ist die Tür für ihn offen. Es ist wirklich gut, ihn wieder bei der Gruppe mit dabei zu haben. Er ist wirklich richtig heiß darauf, beim Finale mit dabei zu sein. Wir werden sehen."


Auch wenn Emre Can Medienberichten zufolge vor einem Abgang aus Liverpool steht und den Klub wohl nach dem Champions-League-Finale in Kiew ablösefrei in Richtung Juventus Turin verlassen wird, gehörte er in der abgelaufenen Saison in Topform doch stets zu den Stammspielern bei den "Reds". Wettbewerbsübergreifend bestritt der ehemalige Bayern- und Leverkusen-Profi 37 Pflichtspiele, dabei gelangen ihm sechs Tore und fünf Vorlagen.