​Im vergangenen Sommer griff Hannover 96 für Jonathas tief in die Tasche. Neun Millionen Euro Ablöse legten die Niedersachsen für den Mittelstürmer vom russischen Erstligisten Rubin Kazan auf den Tisch. Aufgrund von Verletzungen verpasste der 29-Jährige einen Großteil der abgelaufenen Saison. Cheftrainer André Breitenreiter ist nach wie vor von den Qualitäten des Angreifers überzeugt.


Nur wenige Tage nach seinem Wechsel zu Hannover 96 feierte der Brasilianer ein Traum-Debüt. Am 2. Spieltag erzielte Jonathas beim 1:0-Heimerfolg gegen den FC Schalke 04 den entscheidenden Treffer. Im September wurde der Angreifer zunächst knapp drei Wochen von einer Oberschenkelzerrung außer Gefecht gesetzt. Dass der 29-Jährige durchaus Qualität mit sich bringt, hat er nach seinem Comeback bewiesen. 

Borussia Dortmund v Hannover 96 - Bundesliga

Jonathas (m.) wird von Dortmunds Sokratis (r.) zu Fall gebracht


Nach sechs Ligaspielen hatte der Rechtsfuß drei Treffer und drei Torvorlagen auf dem Konto. Ein Sehnenanriss und ein Muskelfaserriss sorgten dafür, dass der Mittelstürmer nicht nur für die letzten Partien der Hinrunde, sondern auch fast die komplette Rückrunde verpasste und nur noch fünf Mal (keine Torbeteiligung) zum Einsatz kam. "Er hat sich schwer verletzt und konnte sich im Anschluss daran nicht auf den Fitness-Level bringen, um uns dauerhaft helfen zu können", erklärte Breitenreiter im Sportbuzzer-Interview. 


"Aber wir haben andere Auswertungen als die Öffentlichkeit, danach ist er einer von unseren drei Topspielern, wenn er auf dem Platz stand", betonte der Übungsleiter. Jonathas sei neben Salif Sané und Niclas Füllkrug einer von drei 96-Profis gewesen, die "sich auf internationalem Niveau bewegt haben. Aber das nützt uns nichts, wenn er zu selten zur Verfügung steht", so Breitenreiter. 

Vor knapp zwei Wochen machten Medienberichte die Runde, wonach die Niedersachsen den ​teuersten Neuzugang der Vereinsgeschichte im Sommer wieder verkaufen wollen. Einen Abgang des Mittelstürmers wollte Breitenreiter nicht ausschließen. "Das werden wir sehen, da müssen wir die nächsten Wochen abwarten", gab der 96-Coach zu Protokoll.