Celta Vigo hat sich von Trainer ​Juan Carlos Unzué getrennt. Der langjährige Assistent von Ex-Barça-Coach Luis Enrique muss nach nur einem Jahr auf der Bank des spanischen Traditionsklubs gehen. Als Tabellenzwölfter der abgelaufenen La-Liga-Saison hat Celta das Ziel Europapokal klar verpasst.


Nach einem 4:2-Sieg über UD Levante am letzten Spieltag hat Celta Vigo die Saison als Tabellenzwölfter der Primera Division abgeschlossen und steht damit einen Platz besser da als noch in der vergangenen Spielzeit. Zwei Tage nach der abschließenden Partie hat sich der spanische Traditionsklub dennoch von seinem Trainer getrennt. Juan Carlos Unzué muss nach nur einem Jahr auf der Trainerbank der Galizier seinen Hut nehmen. Das teilte der Klub auf einer Pressekonferenz mit Unzué am Montagmorgen offiziell mit.

Der langjährige Assistent von Ex-Barça-Coach Luis Enrique steht in Vigo noch bis 2019 unter Vertrag. "Ich hätte gerne weitergemacht", sagte der 51-Jährige zur Presse. "Das zweite Jahr in einem Verein ist normalerweise leichter", so Unzué weiter. Dennoch könne er die Entscheidung des Klubs nachvollziehen: "Wir haben die gesteckten Ziele nicht erreicht."



Vigo wollte in der abgelaufenen Spielzeit um die Plätze im Europapokal mitspielen. Mit neun Punkten Rückstand auf den siebtplatzierten FC Sevilla schlug dieser Plan allerdings deutlich fehl. Zuletzt setzte es eine ​derbe 0:6-Pleite gegen Real Madrid - obwohl die Königlichen den Blick längst schon auf das Champions-League-Finale gerichtet hatten. Die Niederlage hatte aber wohl keine Auswirkungen mehr auf die Entscheidung, sich von Unzué zu trennen. 


"Man hat es mir Ende April mitgeteilt. Ich wusste, dass es kein einfaches Jahr werden wird", meinte der geschasste Vigo-Trainer. "Wir hatten einen Kader, um uns für Europa zu qualifizieren. Aber in den entscheidenden Momenten waren wir nicht konsequent genug und die Ergebnisse sind ausgeblieben", analysierte der 51-Jährige. "Der Klub hat nun eine Entscheidung getroffen. Ich möchte noch einmal festhalten, dass ich sehr dankbar für die Chance bin, die man mir gegeben hat." Celta Vigo war Unzués erste Cheftrainerstation in der ersten spanischen Liga.


Celta-Präsident Carlos Mouriño bedankte sich beim Trainer und dessen Assistenzteam. "Manchmal sind Entscheidungen schmerzhaft, aber wir müssen das tun, was wir zum Wohl des Klubs als bestes erachten", führte der 75-Jährige aus. Wer die Geschicke bei den Nordspaniern übernimmt, steht derweil noch nicht fest.